Reise blog von Travellerspoint

Eine neue Reise beginnt...

8 Monate sind wir zusammen von Feuerland bis in die Karibik gereist, haben dabei wunderschöne Landschaften gesehen, durften viele verschiedene Kulturen kennen lernen und haben auf unserem Weg viele, viele nette und interessante Menschen getroffen, jeder mit seiner ganz eigenen Geschichte. Die Begegnungen mit all den Menschen, speziell die Besuche bei Freunden in 8 Ländern, die uns mit einer solch unglaublichen Gastfreundschaft entgegen getreten sind und uns immer mit offenen Armen empfangen haben, haben diese Reise für uns zwei zu etwas ganz Besonderem gemacht!

Nun ist diese Reise zu Ende und es liegen 16 Länder, knapp 30.000 Kilometer, davon über 12.500 km im Bus, 2.500 im Auto, über 2.000 in Booten aller Art und sehr viele Kilometer auf all den wunderschönen Wanderungen hinter uns. Lateinamerika ist uns dabei in seiner ganzen Vielfalt sehr ans Herz gewachsen und wir waren sicher nicht das Letzte Mal dort...

Wir möchten uns bei allen Freunden und Reisebegleitern für all die wunderschönen Begegnungen, die tiefgründigen Gespräche, den vielen Spaß und die durchzechten Nächte, aber auch im Besonderen bei unseren Familien, für Eure Unterstützung und Eure Hilfe aus der fernen Heimat bedanken!

Für uns ist diese Reise zu Ende, aber eine neue beginnt...bereits in der Wüste in Nord Argentinien haben wir uns an Weihnachten versprochen gemeinsam weiter durch das Abenteuer Leben zu reisen und am 16.08.2014 haben wir dann in unserer Heimat am Bodensee JA gesagt! Auf uns warten noch unendlich viele gemeinsame Abenteuer und wir freuen uns auf diese neue Reise!!!!

large_DSC_0585.jpg

Eingestellt von PhilippSissa 08:19 Archiviert in Deutschland Kommentare (0)

NEW YORK CITY

Die Stadt die niemals schläft...

sunny 29 °C

Von New York hat man ja schon viele Bilder gesehen, aber einmal die Weltmetropole mit eigenen Augen sehen war unser Traum für den Schluss! Praktischerweise gehen alle Lufthansa Flüge von Mexiko nach Deutschland über die USA und so konnten wir uns einen Gratis Zwischenstopp in der Stadt die niemals schläft gönnen. Wir hatten uns wieder ein Apartement über AirBnB gebucht, da die Hotelpreise in NY astronomisch sind und wir mit den privat vermieteten Zimmern ja schon super Erfahrungen, zum Beispiel in Buenos Aires gemacht haben. Diesmal wurde es ein Zimmer in der Wohnung eines argentinischen App Entwicklers im Szeneviertel Williamsburg in Brooklyn. Williamsburg ist aktuell DAS Viertel für alle Hipster und voll mit schicken Restaurants und trendigen Bars. An den Straßenecken stehen überall die für New York typischen Trucks und verkaufen von Mexikanischen Tacos bis zu veganer Eiscreme alles.
270_IMG_1191.jpg
Für uns war die Lage super, denn wir konnten Abends der Hektik Manhattens entfliehen und gemütlich durch Williamsburg touren, waren aber mit der Bahn in 10 Minuten zwischen den Wolkenkratzern auf der anderen Seite des East River. Blöd war nur, dass wir auf unserem Heimweg immer an so vielen netten und interessanten Bars vorbei kamen, so dass wir am Ende erst 2 Uhr nachts heimkamen obwohl wir uns schon um halb 12 auf den Heimweg gemacht hatten ;)
270_IMG_1345.jpg90_P1080899.jpg
Von einigen Freunden haben wir haufenweise coole Tips bekommen und so machten wir uns auf den Weg in den nächsten 5 Tagen all die Highlights zu besuchen. Einer der Tips war das Jersey Gardens Outlet, der größten Mall mit über 250 Läden...also ging es am ersten Tag erst mal für 9! Stunden zum SHOPPEN! Unsere Kleider waren nach 8 Monaten wirklich komplett runter, die T Shirts hatten alle Löcher und durch die Schuhe lief bei Regen das Wasser unten rein. So waren wir froh, dass wir hier beim Outlet Shopping endlich mal wieder zu günstigen Preisen unsere Garderobe auffrischen konnten. Wir haben uns schon gewundert, warum hier so viele Leute direkt mit großen Koffern zum einkaufen gehen, aber nach 9 Stunden und voll bepackt mit unzähligen Tüten war das leicht nachzuvollziehen...aber das Gefühl nach 7 1 /2 Monaten endlich wieder frische und neue KLeidung zu tragen war einfach UNBESCHREIBLICH :)
Wir hatten auf unserer Reise natürlich keinen Reiseführer für New York dabei, also hatten wir keine Ahnung wo und wie wir uns hier bewegen sollten. Zum Glück lag in unserem Zimmer ein cooles Paket mit kleinen Karten auf denen 50 verschiedene City Walks gezeigt waren. Mit diesen Kärtchen machten wir uns auf den Weg und spazierten jeden Tag gemütlich durch die Stadt, kehrten in netten Cafes und Resturants ein und chillten zwischendurch im Park EIN TRAUM!
Am ersten Tag starteten wir mit dem Green Market, dem New Yorker Wochenmarkt am Union Square. Der Trend ist aktuell "Urban Farming" und so wird inzwischen bereits in 35.000 Kleinfarmen in Gärten und auf den Dächern der Hochhäuser mitten in New York City Gemüse und Obst angebaut, das hier dann auf dem Markt verkauft wird...und eine Sache darf hier natürlich auch nicht fehlen...German Pretzels!
90_IMG_0914.jpgIMG_0925.jpg90_IMG_0935.jpg
Unsere Tour führte uns dann weiter zu "Shake Shacks", einer Institution für Burger und Hot Dogs...Natürlich alles 100% Bio wofür wir dann auch schon, wie jeder andere Gast gerne mal 30 Minuten in der Schlange steht. Natürlich ist hier auch für die vierbeinigen Freunde gesorgt, die wie ihre New Yorker Hipster Herrchen natürlich nur noch Öko essen...gibt es hier einen extra Öko Hunde Burger.
90_IMG_0947.jpgIMG_0950.jpgIMG_0952.jpg
Wir besichtigten auf dem Weg die Gran Cantral Station, den größten Bahnhof der Welt.
IMG_0970.jpgIMG_0989.jpgIMG_0981.jpgIMG_0975.jpg
Danach die New York Public Library an der Fifth Avenue mit Ihrem beeindruckenden Hallen.
IMG_0998.jpgIMG_0995.jpg90_IMG_1005.jpg90_IMG_1017.jpg
Dann als absolutes Highlight ging es in den 86ten Stock des Empire State Buildings, um von der Besucher Terasse aus den unendlichen Blick auf die Hochhausschluchten Manhattens von oben zu genießen! WOW...der Blick ist absolut beeindruckend und man kann hier wirklich stundenlang stehen und die Stadt von oben beobachten.
90_IMG_1024.jpgP1080692.jpgP1080697.jpg90_IMG_1029.jpgIMG_1053.jpgIMG_1070.jpgP1080713.jpg
Von unserem Freund Simon haben wir einen Tipp erhalten für eine Location, um von dort perfekt den Sonnenuntergang zu genießen. Direkt gegenüber des UNO Gebäudes am East River gelegen holten wir uns erst in einem Supermarkt frische Anti Pasti und eine Lime-Ginger-Mint Limonade und haben uns dann entspannt für 2 Stunden in die Liegen des Parks gelegt. Eine Hammer Aussicht auf die Skyline mit super Sonnenuntergang und zum Abschluss durften wir auch noch das anlässlich des WM Finals in den Farben von Deutschland und Argentinien beleuchtete Empire State Building bestaunen. Ein wunderschöner Tag!
IMG_1098.jpgIMG_1102.jpgP1080771.jpgP1080740.jpgP1080783.jpg90_IMG_1127.jpg
Wenn man in New York ist darf ein Spaziergang am Times Square auch nicht fehlen. Die vielen riesigen, in allen Farben strahlenden Leuchtreklamen erschlagen einen fast. Zusätzlich schieben sich Massen an Touristen durch die Straße, so dass wir dann auch relativ schnell beschlossen wieder Richtung dem beschaulichen Williamsburg zu fahren.
P1080809.jpg90_P1080803.jpg90_P1080786.jpg
Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen des WM Finales. Im Internet hatte ich die besten Locations recherchiert wo man das Spiel anschauen konnte. Zum Glück ist New York so eine internationale Stadt und so hab ich allein 2 Deutsche Lokale gefunden, die zur großen Soccer Sause geladen haben. Das Public Viewing von "Zum Schneider" war zwar schon ausgebucht, dort sollte es aber im Falle eines Sieges eine große After Party geben. Noch besser für uns gelegen war die "Radegast Hall and Biergarten" direkt in Williamsburg. Zuerst ging es an dem Morgen aber zum Frühstück in ein kleines französisches Lokal, das uns unser Vermieter empfohlen hat. Das Essen war echt unglaublich lecker, speziell der Pancake mit frischen Früchten und Erdbeerbutter! Die Portionen waren aber auch typisch amerikanisch und so groß, dass wir nur die Hälfte geschafft haben.
90_P1080815.jpg
Für uns war die Uhrzeit des Finales auch echt gut, Anpfiff um 15:00 Uhr. So machten wir uns also nach dem Frühstück auf in den Biergarten, der bei unserer Ankunft schon ordentlich voll war mit nur Deutschen und deren Freunden. Alle in Deutschland Trikot und mit Fahnen und allem ausgestattet. Die Speisekarte war auch einwandfrei mit Hofbräu Bier im Maßkrug und Bratwurst mit Sauerkraut. Die Stimmung war super und nach einem spannenden Spiel die Freude über den Deutschen Sieg riesengroß!!! WELTMEISTER!!!!!
P1080818.jpg90_P1080817.jpg90_P1080837.jpg
Vor der Türe war dann auch schon ein kleiner Autocorso im Gange und natürlich ging es jetzt auf direktem Weg zur After Party am East River von "Zum Schneider". Hier waren bestimmt 1000 Deutsche am feiern, es gab Freibier und es spielte eine Deutsche Live Band und so tanzten und feierten wir zu allen Deutschen Party Krachern die man so kennt. Das ganze mit Blick auf das jetzt ganz in Schwarz-Rot-Gold beleuchtete Empire State Building...eine herrliche Party!!!!
P1080844.jpgP1080852.jpgP1080855.jpg90_P1080857.jpg
Leicht verkatert aber glücklich zogen wir unser Sightseeing Programm am nächsten Tag durch. Diesmal starteten wir mit einem Spaziergang über die Brooklyn Bridge mit Traumsicht über die Skyline.
270_IMG_1146.jpgIMG_1159.jpgIMG_1166.jpg90_IMG_1164.jpg
Von dort ging es dann weiter nach China Town. Es ist echt krass, wenn man zwischen den Wolkenkratzern durch die Stadt läuft und auf einmal in einer komplett anderen Welt landet. Chinatown ist voll mit kleinen Läden in denen die Asiaten mit allem möglichen handeln und logischerweise gibt es auch viele Restaurants, in denen man lecker und günstig essen kann.
270_IMG_1173.jpgIMG_1176.jpg
Von China Town ging es weiter nach Little Italy...und schon wieder ein kompletter Wechsel. Ab hier war das Straßenbild geprägt von unzähligen italienischen Ristorantes in denen Pizza und Pasta angepriesen wurden. Mittendrin findet man dann "New York Christmas", ein Kaufhaus das das ganze Jahr hindurch Weihnachtsdeko verkauft. Leid haben uns nur die Verkäufer getan, die hier wirklich 365 Tage im Jahr mit "White Christmas" & Co beschallt werden...
270_IMG_1189.jpgIMG_1184.jpg270_IMG_1182.jpg270_IMG_1210.jpg
Nachmittags dann weiter mit der Staten Island Ferry vorbei an der Freiheitsstatue. Die Fahrt auf der Fähre ist umsonst und man kann ganz entspannt den Blick auf die Freiheitsstatue und die Skyline vom Wasser aus genießen.
IMG_1216.jpgP1080883.jpgIMG_1239.jpg270_IMG_1224.jpg90_IMG_1255.jpg
Am südlichen Zipfel Manhattens liegt der Financial District, wo man natürlich auch die berühmte Wall Street und die New Yorker Börse findet. Das Viertel ist zwar nicht besonders spannend, aber wenn man überlegt, dass an diesem Ort täglich über 5 Milliarden Aktien mit einem Volumen von durchschnittlich 50 Milliarden US Dollar den Besitzer Wechseln...unglaublich!
IMG_1199.jpg270_IMG_1203.jpg270_IMG_1205.jpgIMG_1211.jpg270_IMG_1261.jpgIMG_1260.jpg
Das schrecklichste Kapitel in der Geschichte dieser Stadt, die Anschläge vom 11. September sind hier natürlich immer noch sehr präsent. Am Ground Zero, wo einst das World Trade Center stand, ist Heute die Erinnerungsstätte und ein entsprechendes Museum zu finden. Das Mahnmal ist wirklich sehr passend schlicht, aber irgendwie schön gelungen und zeigt am Rand alle Namen der Menschen, die hier vor über 10 Jahren ums Leben kamen. Jeweils zum Geburtstag einer Person werden an deren Namen entsprechend Blumen gesteckt. Ein bedrückendes Gefühl, wenn man jetzt an dieser Stelle steht und in den Abgrund schaut.
P1080887.jpgIMG_1283.jpg270_IMG_1278.jpg
An unserem endgültig letzten Tag der Reise hatten wir nochmals Zeit, da unser Flug erst Abend ging. Wir nutzten die letzten Stunden, um durch den Central Park zu spazieren, New York Cheesecake zu essen und die Blicke auf die Skyline ein letztes Mal zu genießen.
P1080895.jpg270_IMG_1292.jpgIMG_1297.jpgIMG_1302.jpgIMG_1311.jpg270_IMG_1319.jpgIMG_1342.jpg
Dann packten wir unsere Sachen und machten uns auf den Weg Richtung Heimat...New York war ein würdiger letzter Stopp für unsere Wahnsinns Reise!
P1080903.jpg90_P1080909.jpg

Eingestellt von PhilippSissa 06:55 Archiviert in Vereinigte Staaten von Amerika Kommentare (1)

Mexiko

Von Belize ging es direkt mit dem Boot nach Mexiko. Empfangen wurden wir wie in fast jedem Land Zentralamerikas von einem Militärtrup mit Maschinengewehren im Anschlag, um die obligatorische Drogenkontrolle unseres Gepäcks durch einen Spürhund über uns ergehen zu lassen. Der Grenzübergang lief aber insgesamt sehr entspannt und so ging es direkt weiter mit dem Bus nach Tulum, unserer ersten Station in Mexiko. In Tulum gibt es einiges zu sehen und es ist insgesamt ein entspanntes Touristen Örtchen. Schon bei der Überfahrt haben wir ein sehr nettes englisches Pärchen kennengelernt, die uns in Tulum direkt mitnahmen zu einem sehr netten, kleinen Hotel in dem sie schon einmal übernachtet hatten. Das Hotel war echt super nett, lag sehr zentral und war die perfekte Ausgangsbasis für uns.
Eines der Highlights für Taucher ist auf der Halbinsel Yucatan das Cenote Tauchen. Cenotes sind mit Wasser gefüllte Löcher und Eingänge zum zweitgrößten Höhlensystem der Welt. Ganz Yucatan ist unterirdisch durch ein endloses Höhlensystem verbunden und an ca. 3500 Stellen ist der Kalkstein im Laufe der Zeit eingestürzt und die Cenotes sind entstanden. Immer noch werden regelmäßig neue Cenotes entdeckt und auch die Erforschung des Höhlensystems ist noch lange nicht abgeschlossen. Um Tulum liegen einige der schönsten Cenotes und es gibt einige Tauchschulen, die entsprechende Touren anbieten. Also ging es direkt am ersten Tag zu zwei Tauchgängen in den Gran Cenote und den Cenote Carwash. Der zweite heißt tatsächlich so, weil hier früher die Taxifahrer des Ortes alle ihre Autos hier gewaschen haben. Dies gehört allerdings längst der Vergangenheit an. Als erstes ging es aber in den Gran Cenote, einer beeindruckenden riesigen Grotte mit tollen Tropfstein Formationen. Es ist wirklich schön gewesen und etwas ganz spezielles hier durch diese vielen Stalagmiten und Stalaktiten zu tauchen!
P1080493.jpgGOPR0110.jpgGOPR0126.jpgGOPR0171.jpg
Der zweite Cenote war dann ganz anders. Von außen sah es eher aus wie ein trüber Teich, aber der Tauchlehrer behauptete immer dass das sein absoluter Lieblings Cenote ist und so schön und...er hatte tatsächlich recht! Das trübe grüne Wasser war nur eine ca. 3 Meter dicke nährstoffreiche Schicht an der Oberfläche. Beim abtauchen öffnete sich die Sicht plötzlich und bot mit weit über 50 Meter Sichtweite kristallklares Wasser. Auch hier tauchten wir ab in die Höhle, wo wir neben tollen Felsformationen auch einige Überbleibsel aus der Maya Zeit bestaunen konnten, die diese hier zurückgelassen haben. Eine echt tolle Tauch Erfahrung und ein einmaliges Erlebnis, das es nur hier gibt!
P1080496.jpgGOPR0211.jpgGOPR0261.jpgGOPR0230.jpgGOPR0277.jpg
Am nächsten Tag haben wir uns dann Fahrräder geliehen, um früh Morgens zu den Maya Ruinen zu fahren die hier malerisch direkt an der Küste liegen. Tulum war schon zu Maya Zeiten der wichtigste Hafen auf Yucatan und entsprechend prächtig bauten sie Ihre Festung hier. Die Ruinen sind echt beeindruckend und wir schlenderten durch die verschiedenen Gebäude und entdeckten immer wieder tolle Aussichten auf die türkisfarbene Küste. Danach radelten wir weiter an einen der schönen Strände, machten einen kleinen Strandspaziergang und entspannten danach bei leckeren Melonenfruchtshakes in einer Bar. Sehr entspannt dieses Tulum!
IMG_0882.jpgIMG_0872.jpgIMG_0869.jpgIMG_0867.jpgIMG_0884.jpgIMG_0890.jpg
Nächster Stop war dann die Insel Cozumel. Cozumel ist die größte Insel Yucatans und Touristen Magnet Nr. 1. Alles ist komplett von Amerikanischen Touristen überlaufen und nicht wirklich schön. Schon bei unserer Ankunft lagen 3 riesige Kreuzfahrtschiffe vor Anker, die gerade wieder tausende Menschen an Land gespült haben. Eigentlich wären wir auch gar nicht hier her gekommen, würden die Riffe um die Insel nicht als schönstes Tauchrevier Mexikos gelten. Also machten wir einen kurzen Stop, um einen Tag hier zum Tauchen zu gehen. Die Tauchgänge waren bei uns allerdings nicht so schön wie erwartet, da wir leider eine schlechte Tauchschule erwischt hatten und unser Tauchlehrer nicht wirklich professionell agierte. So fuhren wir am nächsten Tag direkt weiter zu unserem letzten Stop in Lateinamerika, der Isla Mujeres.
Die kleine Insel liegt direkt vor der Touristen Metropole Cancun, die wir unbedingt weglassen wollten. So hatten wir extra unseren Flug schon auf Nachmittags gebucht und von der Insel konnten wir in nur 1,5 Stunden direkt zum Flughafen von Cancun. Als perfekt für uns gelegen! Die kleine Insel ist zwar auch touritisch, aber dennoch ganz entspannt. Hier gibt es das älteste Hostel Mexikos, in dem es jeden Abend Live Musik gibt und danach eine Beachparty am Strand. Auf der Insel gibt es nur wenige Autos und eigentlich sind alle mit Golfwägen unterwegs. Wir haben uns also auch ein schickes Golfcar gemietet und sind auf Erkundungstour gegangen. Das Highlight war der wunderschöne Sonnenuntergang in einer kleinen Bar mit frischem Gamba Ceviche und ein paar Margaritas dazu!
P1080516.jpgP1080517.jpgP1080548.jpgP1080547.jpgP1080540.jpg90_P1080535.jpgP1080531.jpg
Am vorletzten Tag in Mexiko kam dann auch noch Katja in unserem Hostel an, mit der wir uns ja seit Panama immer wieder getroffen haben. Mit ihr zusammen machte ich am letzten Tag auch nochmals eine Tour, um die Walhaie zu beobachten die hier zwischen Mai und September häufig zu sehen sind. In dieser Zeit schwimmt das Plankton, von dem sich die Fische ernähren an der Oberfläche und die Riesen schwimmen entsprechend mit geöffnetem Maul direkt oben, um die Partikel aus dem Wasser zu filtern. In Honduras haben wir zwar schon Walhaie gesehen, aber hier waren sie doch nochmal viel näher. Direkt bei unserem ersten Schnorchelgang hatten wir Glück und konnten einige Minutenlang zwei riesige Exemplare beobachten. Die Fische waren ca. 12-14 Meter lang und es soll sogar Exemplare geben, die bis zu 20 Meter groß werden! Noch weitere zweimal durften wir ins Wasser und konnten in aller Ruhe diese beeindruckenden Tiere beobachten. Glücklich ging es zurück auf die Insel, wo Sissa entspannt mit Ihrer Gitarre am Strand auf uns wartete.
P1080603.jpgP1080617.jpgP1080645.jpgP1080665.jpg
An unserem letzten Abend sind wir dann nochmal zum Sonnenuntergang an den Strand, um bei ein paar Sol Bier und entspannter Latino Musik die Reise durch Lateinamerika Revue passieren zu lassen. In uns kam ein unglaublich zufriedenes Gefühl auf und wir waren einfach nur überglücklich gemeinsam diese wahnsinnig schöne und spannende Reise gemacht zu haben!!!
90_P1080670.jpgP1080679.jpg90_P1080678.jpg
Ein letzter Abend muss natürlich auch noch entsprechend gefeiert werden! Also ging es nach einem leckeren mexikanischen Abendessen ins Hostel, wo wir erst bei ein paar Tequila Sunrise der Live Musik zuhörten und dann später bei der Beachparty noch bis spät in die Nacht am Strand tanzten!
Am nächsten Morgen dann Check-Out, Verabschiedung von Katja und ab zum Flughafen. Ein letztes Highlight hatten wir uns ja noch für die Heimreise aufgehoben...5 Tage Stop-over in NEW YORK CITY!!!!

Eingestellt von PhilippSissa 06:49 Archiviert in Mexiko Kommentare (0)

Honduras & Belize

Wir tauchen ab...

sunny 36 °C

Wir sind nachts nach Honduras gekommen und das Bild auf der Straße hat sich sofort geändert. Kein Laden, Restaurant oder vollgeladener LKW sind unbewacht. Überall private Security Services mit Pumpgun im Anschlag. Das sieht doch mal einladend aus. Wir haben uns daher dazu entschlossen unsere Route so zu wählen, dass wir nicht durch die gefährlichste Stadt der Welt müssen: San Pedro de Sula. Hier werden pro Tag 3 Morde begangen und die Stadt hat somit die höchste Mordrate weltweit. Da gibt es gemütlichere Orte auf der Welt...
Da uns die Zeit davon rennt, haben wir allerdings so oder so nicht viel Zeit das Land zu erkunden und reisen nach einer Nacht in Tegucigalpa gleich weiter mit Bus und Fähre nach Utila, einer gemütlichen, winzig kleinen Insel, die als Taucherparadies gilt. Die Insel gilt als günstigste Möglichkeit für Tauchkurse und da Philipp seinen "Advanced Open Water Kurs" machen wollte war es logisch, dass wir hier einen Stopp einlegten.Wir wurden gleich auf der Fähre von einer der vielen Tauchschulen angesprochen, der uns "blöderweise" etwas übereifrig ein extrem gutes Angebot gemacht hat. Wenn wir beide einen Tauchkurs machen bekommen wir diesen für 300 Dollar pro Person inkl. freier Unterkunft in einem klimatisierten Doppelzimmer für 5 Tage, 2x freies Frühstück und pro Person 2 Spaßtauchgänge umsonst. Dieses Angebot gibt es normalerweise nicht, wie wir später erfahren haben, aber zu unserem Glück gilt auch hier "versprochen ist versprochen..." :). Somit konnten wir 5 Tage im Luxus Zimmer mit Pool vor der Türe leben und haben uns nur zwischen Tauchschule, Wasser und Hostel hin und her bewegt.
90_P1070983.jpg 90_P1080029.jpgP1080039.jpg
Ich war mir nie so sicher ob ich tauchen möchte, da ich aus unerklärlichen Gründen Angst vor natürlichen Gewässern hab. Selbst am schönsten Strand oder am Bodensee geh ich maximal 5 Minuten ins Wasser und schnorcheln kostet mich jedesmal eine riesen Überwindung und Philipp muss immer 1 Meter neben mir schwimmen. Aber warum nicht mal gegen seine Ängste ankämpfen! Der erste Gang ins Wasser fand zwar nur in 3 m Tiefe direkt vor dem Steg der Tauchschule statt, aber das Atmen unter Wasser und das ganze Wasser über mir hat mich fast wahnsinnig gemacht. 45 Minuten hab ich gezittert und mich gezwungen unter Wasser zu bleiben und brav meine Übungen absolviert...damals hab ich noch daran gezweifelt, dass es mir jemals Spaß machen könnte. Auch am 2. Tag wollte ich mich im Wasser nicht wirklich wohlfühlen und hab bei jedem Atemzug dagegen gekämpft nicht aufzugeben und unter Wasser zu bleiben. Aber ab dem 3. Tag, draußen in der offenen karibischen See hat mich dann die Faszination gepackt und alle Angst war vergessen...Man befindet sich einfach in einer komplett anderen Welt und man schwebt vollkommen schwerelos dahin...der WAHNSINN! Natürlich hab ich nach 5 Tagen erfolgreich meinen "Open Water" Tauchschein erhalten :) (auch dank meines total tiefenentspannten Tauchlehrers...) und Philipp hatte bereits seinen "Advanced" Kurs erfolgreich abgeschlossen, so dass wir ab sofort zu zweit tauchen gehen können!
GOPR0887.jpg90_P1070994.jpgGOPR0625.jpgG0080760.jpgGOPR0876.jpg
Die Korallen und die ganzen Tiere (Rochen, Schildkröten, Langusten, Krabben, hässliche Moränen und Fische, Fische, Fische, Fische...) sind einfach so faszinierend und bei einer Sichtweite von über 30 Metern sind die Bedingungen einfach unglaublich gut.
GOPR0275.jpgGOPR0519.jpgGOPR0820.jpgIMG_20140624_140723.jpgIMG_20140624_172606.jpg
Nachdem wir nach unserem 1. gemeinsamen Tauchgang wieder zurück an Bord kamen hatte der Kapitän noch eine Überaschung für uns...es wurden Walhaie gesichtet! Also ging es auf die Suche nach diesen rießigen wunderschönen Geschöpfen um eine Runde mit ihnen zu schnorcheln! Wir hatten den ersten auch schnell gefunden...das Boot hat sich neben ihm positioniert und wir sprangen auf Befehl ins Wasser und konnten kurz neben ihm herschwimmen. Der "kleine" war lächerliche 10 Meter lang! Schnell wieder an Bord den nächsten Suchen. Hier hatten wir etwas mehr Glück und konnten 5 Minuten mit ihm schwimmen, da der Walhai schön nah an der Wasseroberfläche blieb und nicht gleich wieder in Tiefen von über 40 Meter abtauchte. Der beeindruckenste Schnorchelgang war allerdings der Letzte. Als wir ins Wasser gesprungen sind fand der Walhai die Geräusche so interessant, dass er seine Richtung gewechselt hat und knapp 3 Meter vor uns war und uns ansah...Schock Moment...Auge in Auge mit so einem rießigen Tier. Aber er tauchte einfach 1 Meter unter uns durch und zog seinen Weg...Traumhaft schöne Tiere!!
PICT0061.jpg90_PICT0062.jpg90_PICT0064.jpg
...und danach stand der 2. Tauchgang noch aus. Was für ein unglaublicher letzter Tag auf Utila!! Obwohl wir uns auf der Insel super wohlgefühlt haben und uns mit den Leuten in der Tauchschule super gut verstanden hatten war es Zeit Abschied zu nehmen und weiter zu reisen...
P1080040.jpgP1080043.jpg
Da die Reise über Land nach Belize knappe 2 Tage dauert und man 5 Busse, 2 Taxis und 2 Boote benötigt, haben wir ein "Schnäppchen" Angebot angnommen und uns ein Flugticket von "Tropic Air" gekauft, die uns in 1 Stunde direkt nach Belize City fliegen. So haben wir uns zur etwas größeren Nebeninsel "Roatan" aufgemacht, wo wir dann auch 1 Abend auf eine alte Reisegefährtin, Katja aus der Schweiz gestoßen sind...ein sehr schönes Wiedersehen und das Tolle ist, dass sie 2 Tage später aus Cancun wegfliegt als wir....somit können wir unsere letzten Tage noch gemeinsam in Mexico ausklingen lassen!
P1080060.jpgP1080064.jpgP1080066.jpgP1080072.jpgP1080080.jpg90_P1080082.jpg
Aber zunächst zu unserem einmaligen Flug mit Tropic Air. Als wir morgens um 6 am kleinen Inselflughafen ankamen war noch sehr wenig los. Nur der Schalter von Tropic Air war besetzt und wir wurden zu den Klängen von Bob Marley eingecheckt...sehr gechillt. Auch die Maschine war eher gemütlich, eine kleine 10 Mann Passagiermaschine, bei der man Quasi im Cockpit sitzt. So durften wir 1 Stunde über die wunderschönen Riffe fliegen und die traumhafte karibische See von oben betrachten.
P1080083.jpgP1080085.jpg90_P1080090.jpg90_P1080095.jpg90_P1080098.jpgP1080114.jpg90_IMG_0865.jpgIMG_0859.jpg
In Belize City angekommen mussten wir uns erstmal umgewöhnen...hier spricht man nämlich Englisch, da Belize die ehemalige Kolonie "British Honduras" ist. Das kann einen nach 7 1/2 Monaten Spanisch schon ganz schön verwirren. Wir sind vom Flughafen direkt an den Hafen gefahren um das nächste Schiff nach Cay Caulker zu nehmen, einer kleinen Insel im zweitgrößten Riff der Erde (nach dem Great Barrier Reef in Australien) auf der es wieder nur Golfkarts und Fahrräder als Fortbewegungsmittel gibt. Wir haben es rechtzeitig zur 2. Minute des letzten Gruppenspiels Deutschland gegen USA in die Sportsbar geschafft und haben uns erstmal ein 2. Frühstück gegönnt. Anschließend ging es auf Zimmersuche. Leider wussten wir nicht, dass es das Wochenende vom Lobsterfest auf der Insel ist. Daher waren alle Zimmer ausgebucht...1 1/2 Stunden später kam Philipp schon leicht verzweifelt zurück... da wurde er von einem netten jungen Herren angesprochen, der meinte, dass er jemanden kennt der ein privates Appartment vermietet....und wieder einmal hatten wir Glück. Da das Appartment keine Klimaanlage hat, was bei den Temperaturen schon ganz schön anstrengend werden kann, hatten wir 5 Tage ein schönes rießen großes Appartment für uns alleine inkl. Grill, Bootsanleger, Kanus und Fahrrädern.
P1080471.jpgP1080472.jpg90_P1080487.jpg
Da wir uns auch 5 Minuten von der "Hauptstraße" auf der anderen Seite der Insel befanden, bekamen wir nichts vom Trubel des Lobsterfestes oder den wilden Parties der Party-Backpacker mit...außer wir wollten es ;). Die Tage haben wir sehr gemütlich verbracht. Philipp hat frische Langusten, oder Fisch direkt von den Fischern besorgt, die wir abends auf den Grill geschmissen haben, oder wir sind zum Langusten essen aufs Fest gegangen.
10418299_1..363154405_n.jpgP1080134.jpgCayo Corker, Belice

Cayo Corker, Belice

90_P1080155.jpg90_P1080165.jpgP1080173.jpgP1080183.jpg90_P1080177.jpg90_P1080211.jpg
Tagsüber ging es 1 Mal zum Tauchen, einmal gab es eine kleine Fahrradtour über die Insel (hierfür braucht man ganze 30 Minuten) und einmal zum schnorcheln.
P1080193.jpgP1080206.jpg
Das Schnorcheln war auch nochmal wahnsinnig spannend und hat etwas Überwindung gekostet, da man dort mit Haien schnorcheln kann. Das Hauptproblem ist, dass viele Touristen natürlich immer das Maximum fordern und daher werden die Tiere von den kleinen Booten angefüttert. Wir hatten uns extra ein Kapitän gesucht der das nicht tut, sondern respektiert, dass es sich um wilde Tiere handelt die durchaus in der Lage sind sich selbst zu versorgen. Trotzdem wissen die Haie und Fische bei jedem Boot das kommt, dass es was zu fressen gibt und es tummeln sich min. 10-15 Haie um das Boot. Mein natürlicher Instinkt sagt mir, da sollte man jetzt nicht reinspringen...Aber der Guide hat uns versichert, dass die Haie nur kleine Fische essen so hat sich nach und nach einer nach dem anderen ins Wasser getraut und wir sind losgeschnorchelt. Die Anzahl an Haien, Rochen, Fischen und Schildkröten war faszinierend. Das liegt nicht nur daran dass die Tiere gefüttert werden. Das Atoll ist auch so ihr natürlicher Nahrungsplatz, d.h. eigentlich müsste man sie gar nicht zusätzlich füttern um sie zu beobachten. Aber dafür müsste man sich natürlich eine ca. 45 minütige Schnorcheltour entlang des Riffs bewegen und das möchten die meißten Touristen nicht. Also wird Futter ins Wasser geschmissen und die Tier kommen direkt zum Boot ohne dass man sich bewegen muss...Ole Ole...
P1080218.jpgP1080237.jpgP1080264.jpgP1080364.jpgP1080261.jpgP1080287.jpgP1080345.jpgP1080360.jpgP1080434.jpgP1080377.jpg90_P1080233.jpgP1080462.jpg
Was wir allerdings noch sehen konnten, was den anderen verborgen blieb, war eine ganz besondere Begegnung. Wenn man in einem Riff besonders weit raus schwimmt trifft man dort auf die seltenen "Manatees", zu deutsch Rundschwanz-Seekühe. Ich hatte zwar eine ungefähre Vorstellung wie sie aussehen, aber als dann 3 dieser Tiere auf uns zugeschwommen kamen, war ich schon wieder nur fasziniert! Eines dieser Tiere wiegt ca. 1 Tonne und bewegen sich so graziös durch das Wasser...wir hatten auch Glück und sie sind eine Weile bei uns geblieben und erst nach ca.5 Minuten davon gezogen...und schon wieder bleibt mir nur zu sagen: DER REINE WAHNSINN!
P1080440.jpgP1080448.jpgIMG_20140630_211735.jpgP1080445.jpgP1080456.jpg
Ich bin vollkommen überwältigt von dieser Unterwasserwelt und freue mich schon auf die nächsten Abenteuer und Unterwasserbegegnungen, die wir bei unserem zweitletzten Land auf der Liste "MEXICO" haben werden...
Bis dahin macht es gut und viel Spaß beim Bilder schauen!

Eingestellt von PhilippSissa 12:03 Archiviert in Honduras Kommentare (0)

Nicaragua

Vor gut 2 Jahren haben wir Robert, mit dem ich in Madrid studiert habe, das letzte mal an meinem 30er Geburtstag gesehen. Direkt danach ist er für die Österreichische Entwicklungshilfe nach Nicaragua gegangen. Das Zentralamerikanische Land ist mit Abstand das ärmste Land, das wir auf unserer Reise bisher besucht haben. Hier mangelt es wirklich noch an solch grundlegenden Dingen wie der Wasserversorgung. Diese gibt es meist nur über einen Brunnen im Dorf bzw. hat Robert an seinem Wohnort zwar zwei Brunnen im Garten, diese sind durch die große Trockenheit der letzten Monate jedoch komplett ausgetrocknet. Das heißt jeder Liter muss gekauft (wer es sich leisten kann...) und mit dem Motorrad transportiert werden. Nicht einmal in der Hauptstadt Nicargua gibt es überall funktionierende Wasserleitungen und dort wo sie funktionieren wohnen natürlich die "wichtigen" Menschen. Das Land wurde in den letzten Jahrzehnten mit Entwicklungshilfeprojekten aus dem Westen überschwemmt. Robert konnte uns viel über deren Auswirkungen berichten, die nicht nur positv sind. Über die Jahre haben sich die Menschen von der Hilfe aus dem Ausland abhängig gemacht. Selbst wenn sie ein Problem erkennen wird nicht mehr selbst an einer Lösung gearbeitet, sondern nur noch gesagt "Warten wir auf das nächste Projekt, die werden das schon richten". Außerdem ist die Korruption hier extrem hoch und viele der Hilfsgelder versickern auf dem Weg in die Hände der Politiker...Alles in allem ein relativ hoffnungsloser Fall im Vergleich beispielsweise zu Kolumbien, das sich in den letzten Jahren sehr zum Positiven entwickelt hat...
P1070767.jpgP1070771.jpg90_P1070778.jpgP1070734.jpgP1070774.jpgP1070755.jpg
P1070750.jpg
Dennoch freuten wir uns darauf auch dieses Land zu bereisen und dessen schöne Natur, die Vulkane, die Kolonialstädte zu erkunden und die Menschen hier ein bisschen kennenzulernen.
Für uns war es nach bald 3 Jahren Zeit für ein Wiedersehen mit Robert! Treffpunkt war San Juan del Sur im Süden Nicaraguas, gleich hinter der Grenze zu Costa Rica. Dort erwarteten wir Robert in unserem Hostel mit Meersicht mit einem kühlen Bierchen im Pool :-)
P1070566.jpg
San Juan ist ein richtiger Surf Ort mit sehr netten Pazifik Stränden und natürlich vielen Backpackern und einem entsprechenden Nachtleben. Wir blieben nicht lange hier, da uns dieses doch sehr spezielle "Backpacker und Surf Volk" zu sehr anstrengt, aber natürlich haben wir das Beste daraus gemacht und die Vorteile ausgekostet ;) Außerdem musste das Wiedersehen ja gebührend gefeiert werden!
P1070537.jpgP1070545.jpgP1070559.jpg90_P1070567.jpgP1070577.jpg
Danach begann unsere eigentliche gemeinsame Reise durch Nicaragua. Von San Juan ging es zum Nicaragua See und dort auf die Insel Ometepe. Die Szenerie der Insel wird von den beiden Vulkanen Concepcion und Maderas dominiert. Speziell der Vulkan Concepcion ist wunderschön anzusehen durch seine perfekte Symetrie.
P1070736.jpgP1070632.jpgIMG_0683.jpg
Nach unserer Ankunft machten wir uns auf den Weg zu einem etwas abgelegenen, aber dafür ruhigen Hostel das wir in unserem Reiseführer entdeckt hatten. Leider war das Hostel schon voll und wir mussten uns eine Alternative suchen...gleich nebenan stand ein Schild "LA BRISA 300m" zu einem weiteren Hostel. Also machten Robert und ich uns auf den Weg...es ging ca. eine viertel Stunde nur steil den Berg hoch, doch dann mitten im Regenwald lag "LA BRISA" und wir wurden von einem waschechten Madrilenen bergüßt. Wir waren begeistert! Das Hostel hat nur 3 Hütten zu vermieten, ein paar Hängematten in denen man übernachten kann, Strom nur über ein Solar Panel und eine Open Air Dusche unterm Blätterdach. Alles super nett und das Beste war, dass Nacho selber original spanisch kocht und in einem Holzofen immer frisches Brot backt. Manchmal hat man eben Glück :). So schlemmten wir die nächsten Tage Morgens schon Brot mit frischen Tomaten, Knoblauch und Olivenöl, aßen Abends Gazpacho oder leckere Empanadas und eine Tortilla durfte auch nicht fehlen.
IMG_0821.jpg90_IMG_0824.jpg
Nacho half uns auch tagsüber alles zu organisieren und bestellte uns für den nächsten Tag Motorräder mit denen wir die Insel erkunden gingen. Das ist hier auf jeden Fall die beste Möglichkeit, um einen Überblick zu bekommen und ein paar schöne Aussichtspunkte zu besuchen. Außerdem stoppten wir beim "Ojo de Agua", einer Quelle mit mineralischem Vulkanwasser, um uns dort abzukühlen und einen "Coco Loco" (frische Kokosnuss mit einem/ oder zwei Schuss Rum) zu schlürfen. Zum Abschluss gings dann noch an den Strand.
P1070681.jpgP1070623.jpg90_P1070627.jpg90_P1070648.jpgP1070683.jpg90_P1070663.jpgP1070680.jpg
Für den nächsten Tag hatte Nacho einen lokalen Guide organisiert, der uns auf den Gipfel des Vulkans Maderas bringen sollte. Die 4 Stunden des Aufstiegs ging es stetig und relativ steil bergauf durch schönen Regenwald. Immer wieder sahen wir die verschiedensten Affen über uns in den Bäumen. Bei Temperaturen über 30 Grad und einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit war das alles sehr kräftezehrend. Im oberen Drittel kamen wir in einen wunderschönen Nebelwald und die Temperatur wurde deutlich angenehmer. Am Kratersee machten wir dann Rast und entspannten ein Weilchen, natürlich bei leckerstem Tortilla Sandwich das uns Nacho zubereitet hatte. Beim Abstieg machten wir dann noch an einem traumhaften Aussichtspunkt mit Blick zum zweiten Vulkan halt. Eine herrliche Tour!
IMG_0688.jpgIMG_0714.jpgIMG_0746.jpg270_IMG_0766.jpgP1070702.jpgIMG_0774.jpgP1070698.jpgP1070710.jpgP1070727.jpg
Von Ometepe ging es nach Managua, wo wir über Roberts Österreich Connection ein günstiges Auto mieteten, um den Norden zu erkunden. In den nächsten 5 Tagen war also Roadtrip angesagt! Wir fuhren nach Matagalpa, um dort in der Kaffee Region meinem Lieblingsgetränk zu huldigen.
P1070756.jpg90_P1070753.jpg
P1070748.jpgP1070745.jpg
Danach ging es zum Canyoning nach Somoto. Ich hatte bei meiner Recherche eine kleine lokale Community entdeckt, die Touren in die Schlucht inkl. Übernachtung anbietet. Wirklich sehr nette Leute, angenehme und günstige Unterkunft und am nächsten Tag eine sehr spaßige Tour! Wir wanderten und schwammen in gut 4 Stunden durch die Schlucht und immer wieder gab es Möglichkeiten ein paar coole Sprünge zu machen. Für mich waren 12 Meter definitiv genug, aber unser Guide sprang sogar einmal aus über 20 Meter...Crazy!
90_P1070786.jpgP1070793.jpgP1070799.jpg90_P1070821.jpgP1070832.jpgP1070840.jpg90_P1070842.jpg90_P1070916.jpgP1070921.jpg
Am Freitag machten wir dann eine Nacht Halt in Managua, der Hauptstadt Nicaraguas. Die Stadt selbst ist eigentlich keine Reise wert, aber wir holten dort Roberts Freundin Kirsten fürs Wochenende ab. Am Wochenende ging es dann zum Abschluss unserer gemeinsamen Reise in die Kolonialstadt Leon und an deren Strände. In Leon hatten wir ein super Hostel mit Pool von dem aus man entspannt bei einem Bierchen die WM Spiele am Fernseher schauen konnte :-) Abends dann nochmal eine letzte Mediana (eine kleine Flasche Rum mit Eis und Cola für schlappe 5€) und ein bisschen auf die Piste, bevor am Montag nach dem Deutschland Spiel unser Bus Richtung Honduras ging.
90_P1070945.jpgP1070962.jpgP1070931.jpgP1070570.jpgP1070944.jpgP1070956.jpg
P1070973.jpg
Das fulminante Auftaktspiel Deustchlands haben wir zusammen in Managua geschaut, an ganzen 3 unterschiedlichen Orten. Zunächst hatten wir einen Beamer im Haus von Freunden. Nur blöderweise funktioniert dieses Internet in Nicaragua nicht immer so gut, so dass der Livestream dauernd hängen blieb. Wir mussten bereits während der ersten Halbzeit aufgeben und haben eine Bar gesucht...was morgens um 10 etwas schwer ist (Für uns sind die Spielzeiten wirklich nicht gerade super). Wir haben eine gefunden, die hatte zwar noch zu aber wir durften zumindest die erste Halbzeit fertigschauen. Dann ging es weiter auf Locationsuche...schließlich wurden wir in einem kleinen Imbiss fündig und konnten bei gutem Essen das Spiel zuende schauen. SCHLAND!!!
P1070968.jpg90_20140616_104237.jpg90_20140616_105722.jpg90_20140617_064753.jpg
Anschließend haben uns Robert und Kirsten bei unserem Bus abgeliefert. Ein echt schönes Wiedersehen und ein tolle gemeinsame Tour durch Nicaragua!Jetzt gehts ab an die Karibikküste!!! Erstes Ziel ist die Insel Utila in Honduras...

Eingestellt von PhilippSissa 14:48 Archiviert in Nicaragua Kommentare (0)

Schiffbruch in der Karibik

Von Kolumbien verließen wir den Südamerikanischen Kontinent, um die letzten Wochen noch durch die kleinen Länder Mittelamerikas zu reisen. Zwischen Kolumbien und Panama gibt es zwar eine Landverbindung, diese ist jedoch nicht passierbar. Der sogenannte "Darien Gap" ist ein Stück dichten Urwalds zwischen den beiden Ländern ohne jegliche Straßenverbindung. Es ist somit das einzige Stück an der die berühmte Straße "Panamericana", zwischen Alaska und Feuerland, unterbrochen ist. Früher konnte man noch touren zu Fuß durch den Dschungel machen, aber Heute ist das Gebiet eines der letzten Rückzugsgebiete der kolumbianischen Rebellen und vorallem Haupt Schmuggelroute für alle Drogen die Kolumbien Richtung USA verlassen. Daher gibt es hier nur zwei Möglichkeiten, entweder mit dem Flieger oder per Boot von Kolumbien nach Panama zu gelangen. Die Bootstour ist jedoch wesentlich reizvoller, da man hier zwar zunächst 2 Tage übers offene Meer segelt, dann aber in die Inseltwelt von San Blas eintaucht. Das San Blas Archipel liegt vor der Küste Panamas, besteht aus über 360 kleinen Inseln und ist das Gebiet der Kuna Indianer. Wir haben über die Überfahrt, die Boote und deren Kapitäne schon viel positives, aber auch viel negatives gehört. Also war eine intensive Recherche nötig, um das passende Boot für uns zu finden. Schon nach kurzer Zeit hatten wir ein Boot gefunden, das in vielen Blogs erwähnt wird und einen sehr guten Ruf hat - die African Queen mit ihrem Kapitän Rudy.
P1070247.jpgP1070115.jpg90_P1070120.jpg
Am 26.05. stachen wir also in Cartagena in See. Im Mai ist der Wind und somit der Wellengang glücklicherweise nicht sehr stark. Also segelten wir Richtung Norden und entspannten an Deck. Schon nach kurzer Zeit war kein Festland mehr zu sehen und dieses sahen wir auch die nächsten 36 Stunden nicht mehr wieder. Um uns rum nichts als offenes Meer. An unserem ersten Abend erschienen pünktlich zum Sonnenuntergang ein paar Delfine, die unserem Boot eine Weile folgten. Eine sehr schöne Stimmung.
P1070131.jpgP1070157.jpgP1070149.jpgP1070160.jpg
Im Laufe des Abends wurde der Wellengang dann doch etwas stärker und einer nach dem anderen lehnte sich über die Reling, geplagt von der Seekrankheit. Nur Sissa und ich hatten Glück und blieben als wasserfeste "Seekinder" verschont.
Während des zweiten Tages warf Rudy dann die Angelleinen aus, in der Hoffung einen großen Fisch für uns aus dem Meer zu ziehen. Zunächst passierte nichts, doch nach ein paar Stunden biss plötzlich etwas an. Alle waren wir natürlich gespannt, was für ein Fisch angebissen hatte. Es dauerte über eine halbe Stunde bis der große Fisch das erste mal zu sehen war und nochmal eine halbe Stunde bis er an Bord zappelte. Eine prächtige 8kg Dorade! Rudy, der ursrünglich aus Südtirol stammt, zauberte mit seinen Kochkünsten zunächst ein unglaublich leckeres Fisch Carpaccio. So frisch und so lecker...vor einer Stunde noch im Wasser, jetzt auf dem Teller! Der Rest vom Fisch wurde in Fischsuppe und Pasta verarbeitet. Köstlich!
IMG_0447.jpgIMG_0455.jpgIMG_20140602_181430.jpg90_P1070175.jpgIMG_0485.jpg90_IMG_0486.jpg
Am zweiten Tag Abends - Land in Sicht! Am Horizont tauchten die ersten kleinen, Palmen bewachsenen Sandinseln auf, umgeben von Tükisfarbenem Wasser. Wir freuten uns schon alle sehr darauf diese faszinierende Inselwelt die nächsten 3 Tage zu erkunden! Wir sprangen alle direkt ins kühle Nass und genossen es in vollen Zügen. Am nächsten Morgen segelten wir dann weiter in die Inselwelt hinein.
P1070188.jpgP1070190.jpgP1070225.jpgP1070233.jpgIMG_0499.jpg
Nach dem Frühstück sind wir das erste mal zum Schnorcheln los. Wunderschöne Korallenlandschaften strahlten in der Sonne.
IMG_0520.jpgP1070259.jpg90_P1070270.jpgP1070307.jpgP1070312.jpg
Unser Kapitän versprach uns zum Frühstück, Mittag- und Abendessen jeweils eine neue Insel. Also segelten wir nach dem Frühstück weiter und bestaunten die schönen Inseln und die ersten Kuna Indianer, die mit ihren kleinen Segelbooten und Einbäumen um die Inseln und unser Boot schipperten.
IMG_0489.jpgIMG_0534.jpgIMG_0537.jpgP1070326.jpg
Wir saßen alle ganz entspannt vorne auf dem Katamaran, sonnten uns oder lasen ein Buch. In der Ferne kamen die nächsten Inseln näher und näher und die ersten Wellen brachen an einem Riff vor uns. Wir wussten zwar nicht genau zu welcher Insel es als nächstes gehen sollte, aber wozu hat man einen Kapitän, der seit 30 Jahren um die Welt segelt und sich Bestens in diesen Gewässern auskennt. Dann kamen wir dem vor uns liegenden Riff immer näher und die ersten von uns fragten sich ob das noch passt...einer von uns stand letztlich auf um nachzusehen und Rudy zu fragen. Doch dann war es schon zu spät...es gab einen riesen krach und unser Boot setzte auf den Steinen des Riffs auf. Schon blöd, wenn der Kapitän den Autopilot einstellt, einschläft und niemandem Bescheid gibt die Augen offen zu halten! Also alle runter vom Boot ins Wasser, Gewicht reduzieren und versuchen das Boot wieder rückwärts vom Riff zu fahren. Leider klappte es nicht auf Anhieb. Ein befreundeter Kapitän kam zu Hilfe und fuhr uns dann mit seinem Beiboot auf eine Insel direkt nebenan, wo wir warten sollten bis das Boot befreit ist und wir weiter segeln können.
P1070333.jpg
Nach ca. einer Stunde kam wieder ein Boot mit der Freundin des Kapitäns an Bord, die uns schon von weitem Zeichen gab dass es nicht gut aussieht. Dann Gewissheit, dass es nicht weiter geht! Sie hatte bereits viele Gepäckstücke von uns dabei, die teilweise jedoch komplett durchnässt waren. Bei unserem Boot war tatsächlich der Kiel gebrochen und das Wasser stand hoch in unseren Kabinen. Panik unter allen, was mit unserem Gepäck, den vielen Kameras etc. geschehen ist. Schließlich waren wir alle an Bord schon mehrere Monate unterwegs und hatten all unsere Bilder und Erinnerungen noch an Bord des Schiffs. Primäres Ziel war nach dem Schock erstmal unsere persönlichen Sachen zu retten. Zwei von uns gingen mit dem nächsten Boot zurück zu unserem Schiff und holten alles was sie finden konnten. Ich ging später mit einem zweiten Boot nochmals los, um unsere Tasche mit all unseren Wertsachen zu suchen. Normalerweise haben wir unsere Wertsachen und vorallem auch unser Tablet und die Speicherkarten mit unseren Bildern immer an verschiedenen Orten - nur zur Sicherheit. An Bord haben wir uns aber so sicher gefühlt, dass wir alles in die eine Tasche packten...wer rechnet schon damit schiffbrüchig zu werden! Nach einigem Suchen die Erleichterung und wir hatten all unsere Sachen inkl. der Bilder der letzten Monate gesichert. Bei Simeon, einem Schweizer aus unserer Gruppe sah es schlechter aus, da alle Sachen inkl. Laptop, externe Festplatte etc. im Salzwasser schwammen. Aber auch da wenigstens die Beruhigung, dass er alle Fotos seiner einjährigen Weltreise auch online gesichert hatte. Puh!
90_P1070368.jpgP1070372.jpg
Am Ende hatten wir Glück im Unglück. Die Insel auf der wir gestrandet sind, war die Insel Porvenir. Hier ist der Stützpunt für die Einreise nach Panama und es gibt auch ein kleines Hotel. Dort brachte uns Rudy unter, wir bekamen alle ein Bett und etwas zu essen.
P1070367.jpgP1070360.jpgP1070379.jpg
Der Schock musste jedoch von allen aus unserer Gruppe erstmal verdaut werden und so endete der Abend feucht fröhlich mit viel Bier, Aquadiente und Rum. Wir waren natürlich alle mega enttäuscht, dass wir von den Inseln, die für alle ein Highlight ihrer Reise werden sollten, so wenig gesehen haben und die Tour so endete. Am nächsten Morgen sah das Wetter sehr düster aus und wir beschlossen alle, dass wir direkt weiter nach Panama City wollten. Der Trip durch die Karibik war vorbei...
90_P1070386.jpgP1070387.jpg
Mit einem kleinen Boot wurden wir zum Festland gebracht, wo ein Jeep auf uns wartete. Die Betonung liegt auf "1" Jeep für 9 Personen plus Fahrer und jedemenge Gepäck. Das ist echt wieder typisch Lateinamerika...man bestellt einen Transport für 9 und bekommt einen Jeep für 6. Also zwei auf den Beifahrersitz, 4 dahinter und ganz hinten nochmal 3 und das Gepäck als rießen Turm aufs Dach geschnallt. So ging es dann auf einer unglaublich kurvigen Straße, bergauf-bergab Richtung Panama City. Achterbahnfahren ist nichts dagegen!
P1070416.jpg
Letztlich kamen wir aber heil in Panama Stadt an, wo wir uns schon vor der Abfahrt ein nettes Hostel organisiert hatten. Panama Stadt ist das wirtschaftiche Zentrum Mittelamerikas und bietet einen erstaunlichen Kontrast zwischen einer für hier unglaublichen Hochhaus Skyline und daneben die Altstadt "Casco Viejo" mit ihren schönen Kolonialhäusern. Wir verbrachten hier 4 Tage und organisierten unsere Weiterreise. Endlich haben wir eine bezahlbare Möglichkeit gefunden unsere ganze Campingausrüstung und die Winterklamotten Richtung Deutschland zu schicken. Ganze 15kg konnten wir nach Hause schicken, um mit leichterem Gepäck weiter zu reisen. Ob es heil ankommt, wissen wir allerdings noch nicht...
P1070476.jpgP1070481.jpgP1070486.jpgP1070447.jpg
In Panama City darf ein Besuch des berühmten Panama Kanals, dem Nadelöhr des weltweiten Güterverkehrs natürlich nicht fehlen. In einem Besucherzentrum erfährt man alles über die Geschichte des Kanals und auch über den Ausbau des Kanals, der aktuell erweitert wird. Wir hatten dann noch das Glück das wir eines der riesigen Frachtschiffe beobachten konnten, das gerade die Schleuse passierte. Allein dieses Schiff transporiert übe 4000 Container. Da ist es wirklich schwer vorstellbar, dass nach der Erweiterung des Kanals Superfrachter mit bis zu 12.000 Containern hier passieren werden.
IMG_0613.jpgIMG_0551.jpgIMG_0570.jpgIMG_0598.jpgIMG_0604.jpgIMG_0612.jpg
Ein kulinarisches Highlight war auf jeden Fall der Fischmarkt von Panama City! Hier auf dem "Mercado de Mariscos" kann man wunderbar und günstig alles essen was das Meer bietet. Wir gingen gleich zweimal zum Mittagessen dorthin, einmal um Hummer zu schlemmen und einmal um die köstliche Fischsuppe mit Kokosreis zu schlürfen. Lecker, Lecker Lecker!
90_P1070448.jpgP1070450.jpg90_P1070424.jpgP1070418.jpgP1070422.jpgP1070423.jpgP1070429.jpg90_P1070495.jpgP1070497.jpg
Da ich vor 6 Jahren schon einmal einen Monat durch Costa Rica und Panama gereist bin, wollten wir diesmal schnell weiter nach Nicaragua. Dort lebt seit über 2 Jahren unser österreichischer Freund Robert, mit dem ich zusammen in Madrid studiert habe. Mit dem Bus ging es also über Nacht weiter nach Costa Rica. Dort stoppten wir 2 Tage in Manuel Antonio, einem schönen Nationalpark wo man Affen und Faultiere beobachten kann.
IMG_0624.jpgIMG_0625.jpgIMG_0633.jpgIMG_0629.jpgIMG_0669.jpgIMG_0673.jpg
In dem Hostel verbrachte ich schon 2008 einige Tage. Es hat eine Terasse mit Hängematten und einem Traum Blick über den Pazifik.
P1070505.jpgP1070508.jpgP1070522.jpgP1070531.jpgP1070518.jpg
In Costa Rica konnte man auch sehr gut sehen wie schnell sich die Länder hier entwickeln. Vor 6 Jahren bin ich die Pazifikküste noch in den alten, orangenen, amerikanischen Schulbussen auf Schotterpisten entlag gefahren, Heute in modernen Reisebussen auf durchgehend asphaltierten Straßen ist alles schon viel komfortabler.

Wir freuen uns schon sehr auf das Wiedersehen mit Robert und eine sicher spannende Tour durch das noch wenig erschlossene Nicaragua!

Eingestellt von PhilippSissa 12:27 Archiviert in Panama Kommentare (0)

Colombia

que linda y buena...

sunny 30 °C

Das sind die ersten Zeilen im Refrain des Liedes "Colombia" des Kubanischen Sängers Polo Montanes, dessen Haus wir bei unserer Reise durch Kuba vor ein paar Jahren besucht haben und dessen Lieder uns immer wieder auf unserer Reise begleiten. Mit dem Lied "Colombia" huldigt er diesem wunderschönen Land und wir waren wirklich in den letzten Wochen ebenso begeistert von seiner Vielfalt, seiner Kultur und den Menschen!

Unser erster Stop sollte Cali, die Salsa Hauptstadt Kolumbiens werden, wo wir eine Freundin von Sissa vom Bodensee besuchten, die seit 4 Jahren mit ihrem Freund in Kolumbien lebt und arbeitet. Unsere Anreise mit dem Nachtbus ab Quito gestaltete sich allerdings etwas schwierig...Morgens um 4 sollten wir die Grenze nach Kolumbien überqueren. Dort kamen wir allerdings schon mit über einer Stunde Verspätung an. Die Grenzformalitäten - Ausreisestempel von Ecuador holen, über die Brücke nach Kolumbien laufen und dort den Einreisestempel holen - liefen für uns und alle anderen Passagiere eigentlich ganz einfach und relativ flott. Blöd nur allerdings wenn sich der Busfahrer mit dem Grenzbeamten anlegt und am Ende keinen Einreisestempel nach Kolumbien bekommt :( Also hieß es warten bis zum Schichtwechsel der Grenzbeamten und dann nochmals versuchen...letztlich ging es bis 10 Uhr Morgens bis auch unser Fahrer seinen Einreisestempel hatte und wir endlich weiterfahren durften. Auch auf dem Weg wurden wir noch das ein oder andere mal kontrolliert und die obligatorische Drogenkontrolle mit Hunden durfte natürlich auch nicht fehlen. Man sieht hier zwar mehr Polizei und Militär als in den anderen Südamerikanischen Ländern, aber wir haben uns die 3 Wochen immer super sicher gefühlt und wurden immer positiv von diesem Land überrascht, das sich in den letzten Jahren seit dem Ende des Drogen- und Guerilla Kriegs extrem zum positiven gewandelt hat. In Cali hatten wir sehr schöne Tage! Wir schlenderten durch die Stadt gingen auf den Markt, lecker zum Essen und lebten ein bisschen mit Alex und Ed in den Tag hinein. Eine kleine Party Sause durfte natürlich nicht fehlen :-) Am Sonntag haben wir dann ganz entspannt auf der Dachterasse der Beiden gegrillt...einfach schön!
90_20140510_124726.jpgP1060792.jpgP1060796.jpg90_P1060808.jpg90_P1060809.jpgP1060814.jpg90_P1060819.jpgP1060830.jpg90_P1060836.jpg90_P1060837.jpgP1060826.jpg
Kolumbien ist für mich als Kaffee Freak natürlich auch wegen des exzellenten Kaffees sehr spannend. In München kaufe ich schließlich in meiner kleinen Lieblings-Kaffeerösterei immer die Sorte "Kolumbien Supremo" ;) Von Cali ging es also in die "Zona Cafetera", genauer in das kleine Örtchen Salento. Dort hatten wir uns ein sehr entspanntes Hostel außerhalb des Ortes gesucht, umgeben von immer grünen Hügeln mit herrlichen Aussichten. Hier auf 2000 Meter Höhe war das Klima auch wieder etwas angenehmer. Cali hatte uns schon ein bisschen gezeigt welche Hitze uns die nächsten Wochen erwartet und so genossen wir nochmals angenehme 20-25 Grad tagsüber und etwas weniger in der Nacht, bevor dann einige Wochen Karibik auf uns warten!
P1060874.jpgIMG_0315.jpg
Die Landschaft hier ist wirklich super schön! Eine Mischung aus Allgäu mit Palmen und Kaffee. Am ersten Tag machten wir uns auf durch das Valle de Cauca zu wandern. Eine echt schöne Tagestour durch ein Tal mit den höchsten Palmen der Welt und mit einem Zwischenstopp am "Casa de Colibri", wo man sehr schön die kleine Vögel in vielen verschiedenen Arten beobachten konnte.
P1060843.jpgP1060845.jpgP1060847.jpgIMG_0220.jpgIMG_0224.jpg90_IMG_0231.jpg90_IMG_0238.jpgIMG_0243.jpgIMG_0253.jpgP1060862.jpg90_P1060853.jpg90_IMG_0302.jpg
Nach der Wanderung ging es dann in das beste Kaffee am Ort mit eigener Rösterei. Das ist hier in Kolumbien äußerst selten, da normalerweise aller Kaffee mit guter Qualität exportiert wird und die Kolumbianer selbst am Ende nur den schlechten Rest oder Nescafe trinken. So langsam ändert sich das glücklicherweise auch hier und es beginnt sich gerade eine kleine Kaffee Szene zu entwickeln.
90_P1060877.jpg90_IMG_0371.jpg
Auch der Besuch auf einer Kaffee Finca durfte hier natürlich nicht fehlen und so sind wir am nächsten Tag zur Familien Kaffee Finca "Don Elias" gewandert (man beachte die Schreibweise des schönen Wegschildes :-). Auf dem Weg sind mir direkt die großen Schilder der "Rainforest Alliance" und von "UTZ" aufgefallen, die in der Welt den Ökologischen Anbau von Kaffee oder auch Schokolade zertifizieren. Kolumbien hat also wirklich ausgezeichnete Kaffees!
IMG_0319.jpgIMG_0323.jpgIMG_0326.jpgIMG_0329.jpgIMG_0330.jpgIMG_0331.jpgIMG_0368.jpg90_IMG_0361.jpg
Vom Kaffee ging es direkt in die modernste und vielleicht innovativste Stadt des Kontinents - Medellin. Vor ein paar Jahren war Medellin noch die Hauptstadt von Pablo Escobar und der Kolumbianischen Drogen Kartelle. Die Stadt konnte sich nach dessen Tod erfolgreich vom Drogenkrieg berfreien und hat seitdem einen enormen Wandel erlebt. Die Stadt bietet das am besten ausgebaute Verkehrsystem mit Metro Südamerikas, inklusive zweier Linien die über Seilbahnen die weiter entfernten Armenviertel an den Bergen anbinden. Außerdem gibt es in den Armenvierteln auch beispielsweise Biliotheken oder andere kulturelle Einrichtungen um die Zugänglichkeit von Bildung zu gewährleisten . Auf dem zentralen Platz der Stadt kann man die Statuen des berühmtesten zeitgenössischen Künstelers Kolumbien Fernando Botero begutachten. Insgesamt wirkt die Stadt auch architektonisch am modernsten von allem was wir bisher gesehen haben in Südamerika.
90_P1060904.jpgP1060898.jpg90_P1060911.jpg90_P1060927.jpgP1060920.jpgP1060933.jpgP1060947.jpg
Für unsere Weiterreise Richtung Karibikküste wollten wir uns eigentlich einen Nachtbus buchen, aber die nette Dame an der Rezeption unseres Hostels machte uns darauf aufmerksam, dass die Flüge auf dieser Strecke genau gleich viel kosten wie die Busse und anstatt 16 nur 1 1/2 Stunden dauert. Super Sache und direkt gebucht! Also ging es mit dem Flieger von Medellin nach Santa Marta, dem Gateway zum "Parque Nacional Tayrona". Tayrona ist ein Nationalpark an der Karibikküste mit Wäldern und Bergen bis an den Strand. Hier kann man schön wandern und entspannt für ein paar Tage sein Zelt aufschlagen. Wir beschlossen 4 Tage hier auszuspannen und einfach mal nichts zu tun. Da wir immer noch unsere gesamte Ausrüstung mit Zelt, Kocher, usw. dabei haben, konnten wir sehr entspannt unser eigenes Ding machen. Einmal haben wir uns doch bewegt und eine kleine Wanderung zu ein paar Ruinen aus der Vor-Inka-Zeit gemacht. Bei den Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit aber eine sehr anstrengende Aktion...an dem schönen Strand vor unserem Zelt konnten wir uns danach aber wieder schön im Karibischen Meer abkühlen!
90_P1060949.jpgP1060959.jpg90_P1060981.jpgP1060993.jpg90_P1070015.jpg90_P1070014.jpg90_P1070020.jpg90_P1060967.jpg90_P1060972.jpgP1060979.jpgP1060997.jpg
Nach den ruhigen Tagen in Tayrona stand die Karibik Perle Cartagena auf dem Programm, unsere letzte Station auf dem Südamerikanischen Kontinent. Es ist wirklich kaum zu glauben, dass unsere Reise nach einem halben Jahr auf diesem Kontinent schon zu Ende ist...so schnell verging die Zeit, so unglaublich abwechslungsreich und faszinierend sind die verschiedenen Länder und Kulturen, die wir in dieser Zeit kennenlernen durften! Espectacular!!!
Cartagena, die mit Abstand schönste Stadt des Kontinents ist eine würdige letzte Station für uns in Südamerika. Die Stadt war viele hundert Jahre lang die Haupt-Handelsstadt, über die alle Waren den Südamerikanischen Kontinent Richtung Spanien verlassen haben. Daher ist die Stadt gesegnet mit wunderschönen Kolonial Häusern, Palästen und Kirchen. Ein bisschen erinnerte uns die Stadt an Havanna auf Cuba, nur dass die Gebäude hier größtenteils gut erhalten und entsprechend prachtvoll restauriert wurden in den letzten Jahren. Das bunte Stadtbild, gepaart mit der Musik auf den Straßen und der strahlenden Sonne macht die Stadt zu einer echten Perle der Karibik! Wir genossen die wenigen Tage die uns hier blieben, schlenderten durch die Gassen der Altstadt, gingen nett Essen und ließen die letzten Monate ein wenig Revue passieren. Einziger Wehmutstropfen war, dass wir den Abschied nicht mit ein paar leckeren Cocktails und einer netten Party beenden konnten...in Kolumbien war an diesem Wochenende Präsidentenwahl und das Ausschenken sowie das verkaufen von Alkohl komplett verboten...und ziemlich alle haben sich daran gehalten...
IMG_20140524_183440.jpgIMG_20140524_183824.jpgIMG_20140524_184536.jpgIMG_20140524_184852.jpgIMG_20140524_184713.jpg90_P1070052.jpgP1070055.jpgP1070066.jpg90_P1070074.jpgP1070083.jpgP1070092.jpgIMG_0382.jpgIMG_0388.jpg270_IMG_0396.jpgIMG_0414.jpgIMG_0419.jpgIMG_0424.jpg
Da es von Kolumbien nach Panama wegen Guerilla und Drogenschmuggel keine sichere Landverbindung gibt werden wir mit Segelboot in 5 Tagen vom Südamerikanischen Kontinent nach Zentralamerika übersetzten. Hier warten jetzt noch ein paar Wochen Karibik und Erholung auf uns...
Adios America del Sur!!! Hola Caribe :)

Eingestellt von PhilippSissa 15:27 Archiviert in Kolumbien Kommentare (0)

Quito

9 Jahre später...

semi-overcast

P1060713.jpg
Ich habe mich super darauf gefreut nach 9 Jahren wieder nach Quito zurück zu kommen...Wobei ich zugeben muss, dass ich mich schwer getan hab mich in dieser riesigen Stadt nach so langer Zeit zurecht zu finden. Von 2005 bis heute ist die Einwohnerzahl um über 1 Mio Menschen gestiegen und die Stadt somit noch größer und noch chaotischer geworden. Aber man merkt auch allgemein, dass es Ecuador heute besser geht als damals. Es gibt super schöne neue öffentliche Plätze, alles ist viel sauberer und gepflegter und man sieht viel weniger Kinder auf der Straße arbeiten.
P1060724.jpgP1060734.jpgP1060709.jpg90_P1060697.jpg90_P1060681.jpg90_P1060679.jpg90_P1060669.jpgIMG_20140515_105908.jpg
Das schönste war aber, dass ich nach 9 Jahren meine ehemalige Chefin aus dem Frauengefängnis und ihren Freund wiedergesehen hab. Damals haben wir jeden Donnerstagabend in einer Bar zusammen Musik gemacht und danach wirklich knapp 9 Jahre nichts voneinander gehört! Um so schöner war es erneut einige Momente zusammen verbringen zu können...und schon nach kurzer Zeit stellte sich wieder das gleiche vertraute Gefühl von damals ein. Nach einem sehr netten ersten Abend an dem wir zu ein paar Aussichtspunkten gefahren sind und danach noch in der Altstadt einige Candelazos (Zuckerrohrschnaps mit einer Art heißen O-Saft) trinken waren, wurden wir am nächsten Abend zum Essen zu Catalina und Eduardo nach Hause eingeladen und es gab einige Ecuadorianische Spezialitäten und ausreichend zu trinken.
P1060727.jpg90_P1060740.jpgP1060745.jpgP1060749.jpgP1060756.jpg
Am Tag drauf hatte Catalina frei und nahm sich vor unserer Weiterreise nochmal Zeit, um mit uns zur "Mitad del Mundo"zu fahren, wo der Äquator verläuft. Das erste Mal seit 5 Monaten standen wir wieder auf der Nordhalbkugel. Ein deutliches Zeichen, dass es langsam dem Ende entgegen geht...:(
P1060758.jpgP1060767.jpgP1060763.jpg90_P1060762.jpgP1060778.jpgP1060776.jpg
Auf dem Heimweg gab es dann nochmal ein kulinarisches Erlebnis, das in Peru und Ecuador eine echte Spezialität ist - Meerschweinchen! Ich hab bereits in Peru auf der Kaffeefarm die kleinen Tiere, die hier zum Essen gezüchtet werden, in der Hauseignen "Zuchtstation" pflegen und füttern dürfen...aber gegessen haben wir sie damals nicht. In Quito war es nun also soweit und wir wollten auch einmal probieren, wie die kleinen Nager so schmecken ;)
Fazit: Einmal ausprobieren reicht...an den kleinen Tieren ist relativ wenig dran, das Fleisch schmeckt zwar gut, aber der Preis von 20 Dollar ist einfach zu hoch und als Haustiere sind sie einfach süßer als gebraten auf dem Teller.
P1050425.jpgP1050430.jpgP1060771.jpgP1060781.jpg90_P1060787.jpg

Von Quito ging es dann weiter Richtung Cali in Kolumbien, dem letzten Land für uns auf dem Südamerikanischen Kontinent. Hier wartet auf uns ein Wiedersehen mit Alex, einer Freundin vom Bodensee die seit über 4 Jahren hier lebt! :)

Wir freuen uns auf Kolumbien, leckeren Kaffee, Karibik und weitere viele tolle Erlebnisse!

Eingestellt von PhilippSissa 17:13 Archiviert in Ecuador Kommentare (0)

GALAPAGOS!!!

Entdeckungreise im Paradies

Wir waren voller Vorfreude...ich (Sissa) hatte ja bereits vor 9 Jahren für fünf Monate in Quito in Ecuador gelebt, konnte mir direkt nach dem Abi die Galapagos Inseln aber nicht leisten und habe immer bereut nicht gegangen zu sein...Deshalb war Galapagos diesmal fest eingeplant und wir wollten mindestens 1 Woche auf diesen beeindruckenden Inseln verbringen!

Die Galapagos Inseln sind ein Archipel, das ca. 1000 km östlich von der Küste Ecuadors im Pazifik liegt. Die Inseln sind aus Unterwasservulkanen enstanden, die sich über Millionen von Jahren an die Oberfläche geschoben haben und auch Heute ist ein Teil der Inseln vulkanisch sehr aktiv. Insgesamt besteht die Inselgruppe aus 13 größeren und über 100 kleineren Inseln bzw. Felsen, die recht weit verstreut im Pazifik liegen. Durch die abgeschiedene Lage hat sich über die Jahrtausende eine einmalige Pflanzen- und Tierwelt entwickelt, die seit 1959 als Nationalpark geschützt ist und seit 1978 als Weltnaturerbe von der UNESCO geführt wird. Dadurch, dass die einzelnen Inseln so weit voneinander entfernt liegen, haben sich selbst zwischen den verschiedenen Inseln unterschiedliche und jeweils endemische Tierarten entwickelt. Aus diesem Grund dienten die Galapagos auch Charles Darwin als Grundlage für die Entwicklung seiner Evolutionstheorie. Das Paradies ist jedoch seit der Besiedlung durch die ersten Walfänger und weiterer Einwanderer in Gefahr. Über die Jahrhunderte wurden viele nicht heimische Tiere auf die Inseln gebracht (Hunde, Ziegen, Esel, Vögel...), wodurch die einheimischen Tierarten plötzlich viele neue Feinde bekamen und teilweise komplett ausgerottet wurden. Die Hauptaufgabe der Nationalparkverwaltung und des angegliederten Charles Darwin Centers ist Heute die Aufzucht gefährderter Arten (hauptsächlich die großen Landschildkröten) und die Ausrottung eingeführter Tierarten. Beispielsweise waren auf der Insel Espanola 1972 nur noch 9 Schildkröten auffindbar. Durch die Aufzucht im Charles Darwin Center konnte der Bestand mittlerweile wieder auf über 3000 gesteigert werden. Diese Arbeit wird durch die Nationalparkgebühren unterstützt.

Es gibt verschiedenene Möglichkeiten die Inseln zu erkunden. Die spannendste und auch umfassenste ist eine Boots Tour duch die Inselwelt zu machen. In einer Woche schafft man jedoch immer noch nicht die komplette Inselgruppe. Man muss sich entweder für die Nordroute (viel Vulkane und Vögel) oder die Südroute (viel Schnorcheln und Wassertiere) entscheiden. Da Philipp etwas Wasserverrückt ist und die besten Schnorchelspots im Süden liegen, haben wir uns natürlich für die Südroute entschieden.
galapagos-..tinerary-II.jpg
Leider ist ein Schiffs Cruise jedoch auch die teuerste Variante...Nach oben ist den Preisen hier keine Grenze gesetzt. Nach gründlicher Recherche haben wir ein gutes Last-Minute-Angebot auf einem schönen Boot der günstigsten Kategorie gefunden. Da nur noch die kleinste Kabine, ohne Fenster und direkt neben dem Motorraum frei war, konnten wir wenigstens ein "paar" Euros sparen. Mit Ohropax haben wir es die Woche über aber gut ausgehalten. ;-) Insgesamt ist es schon eine Herausforderung 8 Tage am Stück auf einem Schiff zu verbringen. Das haben wir besonders immer bei unseren Landgängen gemerkt, bei denen man immer das Gefühl hatte der ganze Boden schwankt und einem leicht schwummrig wurde. Außerdem war einfach alles die ganze Zeit leicht feucht vom Salzwasser. Die Crew und auch die anderen Passagiere unseres Boots "Guantanamera" waren aber total nett, unser Guide sehr informativ, das Essen super lecker und wir hatten eine wahnsinnig schöne Woche!
P1050736.jpg90_P1050749.jpgP1060018.jpgIMG_9970.jpgP1060100.jpgIMG_0114.jpg
Das Programm der Woche war auch sehr straff getaktet...um 7 Uhr gabs Frühstück um 7:45 Uhr ging es zum ersten Landgang um 10:00 Uhr zum Schnorcheln und um 12:00 Uhr gab es Mittagessen. Nach einer kurzen Mittagspause und dem Weiterfahren zur nächsten Insel, ging es dann um 14:00 zum 2. Landgang und gegen 16:00 Uhr dann zum 2. Schnorcheln. Um 18:30 Uhr gab es dann Abendessen und danach noch ein Briefing für den nächsten Tag. Nachts fuhren wir dann immer weiter zu den nächsten Inseln (zwischen 5 und 9 Stunden Fahrzeit). Alles andere als eine erholsame Kreuzfahrt...Aber wenn man im Paradies ist will man sich nicht beschweren ;-)
P1050742.jpgIMG_9521.jpg90_P1050880.jpgP1060015.jpgP1060024.jpg90_P1060025.jpgIMG_0174.jpg
Direkt am ersten Tag ging es nach unserer Ankunft am Flughafen auf die Insel Nord Seymor. Wir waren vom ersten Schritt an total geflasht. Innerhalb der ersten 2 Minuten haben wir so viele Tiere auf einem Haufen und in nächster Nähe gesehen, dass wir gar nicht mehr wussten wo wir hinschauen sollten. Da die Tiere seit Jahrzehnten nicht gejagt werden, sehen sie in Menschen keine Gefahr und haben keinerlei Angst. Sie bleiben einfach liegen und man muss die ganze Zeit aufpassen auf keinen Seehund oder Leguan zu treten.
IMG_20140430_172507.jpgIMG_9408.jpgIMG_9413.jpgIMG_9445.jpg90_IMG_9488.jpgIMG_9528.jpgIMG_9634.jpg
Die Vielzahl der Tiere, die man hier in so kurzer Zeit zu sehen bekommt ist absolut überwältigend. Als wir an unserem letzten Tag zusammengeschrieben haben welche Tiere wir über und unter Wasser in 8 Tagen gesehen haben ist uns fast der Platz auf der Tafel ausgegangen...
90_P1060590.jpg
Über Wasser gibt es sehr viele Vogelarten zu beobachten. Darwin Finken, Pelikane, Flamingos, Fregatt Vögel, Albatrosse und natürlich verschiedene Tölpel Arten. Tölpel klingt auf Deutsch ja recht langweilig, aber auf Englisch heißen sie so schön "Boobies" und die Blaufußtölpel oder Bloo-Footed-Boobies sind einfach herrlich komisch!
IMG_0186.jpgIMG_0085.jpgIMG_9962.jpgIMG_9753.jpgIMG_9767.jpgIMG_9739.jpgIMG_9688.jpgIMG_9612.jpgIMG_9569.jpg90_IMG_9478.jpg
Das tolle an dem Zeitpunkt, den wir für die Galapagos Inseln gewählt haben war dass die Vögel gerade in der Paarungsphase waren und die schönsten Balztänze aufführten. Wir konnten die wildesten Tänze von Blue-Footed-Boobies oder auch Albatrossen beobachten. Außerde zeigten die Männchen der Fregattvögel rießige Feuerrote Kehlsäcke, um die Weibchen zu beeindrucken.
IMG_9416.jpgIMG_9435.jpgIMG_9474.jpgIMG_9605.jpg90_IMG_9588.jpgIMG_9837.jpg
Wir konnten es selbst nicht glauben, aber wir fanden plötzlich selbst Vogelbeobachtung spannend!
Neben Vögeln gibt es auch sehr viele verschiedene Arten an Leguanen zu bestaunen. Jede Insel hat auch hier eigene Arten entwickelt, die sich jeweils perfekt an die Lebensbedingungen angepasst haben.
IMG_9498.jpgIMG_9919.jpgIMG_0189.jpgIMG_9693.jpg
Besonders beeindruckend sind die Wasser Leguane, die aufgrund der Nahrungsarmut an Land gelernt haben bis zu 10 Meter tief zu tauchen und sich zusätzlich von Algen zu ernähren. Wir konnten die spannenden Echsen nicht nur über, sondern beim Schnorcheln auch unter Wasser beim Fressen beobachten.
P1050796.jpgIMG_9671.jpgIMG_9680.jpg
Das Aushängeschild der Galapagos Inseln an Land sind aber die riesigen Landschildkröten. Diese können über 1,5 Meter lang, über 200 kg schwer und über 200 Jahre alt werden! Wir haben an einem Tag das Charles Darwin Center und die Aufzuchtstation besucht und konnten dort schon die ersten kleinen Exemplare beobachten.
90_IMG_9988.jpgIMG_9989.jpgIMG_0018.jpg
Später sind wir noch ins Hochland der Insel Santa Cruz gefahren und dort haben wir dann richtig große Exemplare gefunden...
90_IMG_0065.jpgIMG_0048.jpgIMG_0034.jpgIMG_0019.jpgIMG_20140502_140007.jpg
Fast noch beeindruckender war aber die Unterwasserwelt, die wir beim Schnorcheln entdecken konnten. Das tolle war, dass wir dank dem Weihnachtsgeschenk meiner Mutter - eine Adventure-Kamera mit der man auch unter Wasser fotgrafieren kann - auch die besten Fotos und Videos von den Tieren Unterwasser machen konnten. DANKE MAMA :-)
Geschnorchelt sind wir mit tausenden bunten Fischen, Seelöwen, Pinguinen, Haien, Rochen und Wasserschildkröten.
P1050776.jpgP1050791.jpgP1050807.jpg90_P1050926.jpgP1050932.jpgP1060006.jpgP1060150.jpgP1060226.jpgP1060230.jpgP1060270.jpgP1060241.jpgP1060581.jpg
Einmal hab ich zwei rießigen Unterwasserschildkröten beim fressen zugesehen und wurde dann von einer Dritten von hinter angerammt...der reine WAHNSINN!!!
P1060463.jpg90_P1060414.jpgP1060402.jpgP1060367.jpg
Auch Pinguine unter Wasser beim Schwimmen zu beobachten war Hammer!
P1060507.jpgP1060511.jpg
Die Galapagos Seelöwen haben uns sowohl über als auch unter Wasser die ganze Woche begleitet. Überall wo wir waren, lagen die Seelöwen faul rum, planschten im Wasser oder genossen die Sonne am Strand!
IMG_9621.jpgP1050870.jpg
IMG_9567.jpgIMG_9643.jpgP1050883.jpgIMG_9849.jpgIMG_9855.jpgIMG_9918.jpgIMG_9916.jpgIMG_9976.jpg90_P1060103.jpg
Das krasse ist, dass beim Schnorcheln die Seelöwen anfangen mit einem zu spielen und plötzlich Seelöwen aus allen Richtungen auf einen zurasen. Einmal hatten wir 8 Seelöwen um uns rum, die teilweise sehr nah kamen und man wusste gar nicht wo man als nächstes hinschauen oder was man machen soll...
P1060088.jpgP1050905.jpgP1050904.jpgP1050900.jpg
Glück hatten wir auch bei unseren Überfahrten zur nächten Insel. Plötzlich kam die Durchsage vom Kapitän, dass Delfine vor unserem Boot schwimmen. Also haben wir uns alle vorne aufs Boot gelegt und konnten den Delfinen zuschauen. Traumhaft schön!
90_IMG_0143.jpg90_IMG_0152.jpg
Und einen Abend wurde unser Boot von Haien umkreist...aufregend!
IMG_9505.jpgIMG_9504.jpg

Die Nähe zu den Tieren und die Masse in der sie hier zu finden sind ist einfach nur beeindruckend. Egal wo man hinschaut überall Tiere...man fühlt sich wie ein kleines Kind und kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus!
Selbst an unserem letzten Tag hatten wir nochmal ein Highlight. Eigentlich dreht man am letzten Tag nur nochmal eine Runde mit dem Beiboot durch eine Lagune und genießt die Landschaft. Wir hatten aber Glück und in der Lagune haben riesige Schwärm Rochen ihre Runden gedreht, die wir in aller Ruhe beobachten konnten...
P1060607.jpgP1060637.jpg

Nach 8 Tagen auf dem Boot haben wir uns nur darauf gefreut endlich wieder mehr Platz im Zimmer und nicht mehr jede Nacht ein extrem schwankendes Bett zu haben. Nach unserem letzten Tag auf dem Schiff haben wir noch eine Nacht auf der Insel Santa Cruz verbracht und uns mit einem anderen Pärchen, dass mit uns den Cruise gemacht hat zum Abendessen getroffen. Für den Aperetiv sind wir mit dem Wassertaxi zu einem schicken Hotel gefahren und haben in der Happy Hour 2 Cocktails bei Sonnenuntergang mit Blick auf den Hafen genossen. Anschließend haben wir uns in einem kleinen Fischrestaurant ein leckeres Seafood Barbecue schmecken lassen...ein würdiger letzter Abend im Paradies!
P1060660.jpg90_P1060662.jpg

Wir hoffen Ihr genießt die schönen Bilder von Galapagos...und für alle die es noch nicht rausgefunden haben...es gibt rechts in der Leiste unter den Bildern unter "mehr Fotos" die Möglichkeit in der Galerie noch mehr Bilder zu sehen als die, die wir hier in den Text eingefügt haben...und diesmal lohnt sich das ;-)

VIEL SPAß!

Eingestellt von PhilippSissa 18:47 Archiviert in Ecuador Kommentare (0)

Im Reich der Inkas

Cusco, Machu Picchu und das Heilige Tal

semi-overcast

Vom Titicaca See ging es in die alte Inka Hauptstadt Cusco. Hier hatten die Inka Könige Ihren Sitz und die Stadt war auch das religiöse und kulturelle Zentrum des riesigen Inka Reichs, das sich von Süd Kolumbien über Ecuador, Peru und Bolivien bis in den Norden Argentiniens und Chiles erstreckte. Die alte Sprache der Inkas "Quechua" wird noch Heute in diesem Gebiet von über 10 Millionen Indios gesprochen und die Kultur lebt in vielen Traditionen, bspw. in der Verehrung der "Pachamama" - der Mutter Erde - fort. Cusco ist Heute eine der schönsten Städte Südamerikas mit wunderschönen Kolonialbauten, die die Spanier nach Ihrer Eroberung hier errichtet haben. Die Stadt mit Ihren Katedralen und Palästen erinnert uns sehr an Städte wie Salamanca oder Toledo in Spanien.
IMG_9029.jpgIMG_9034.jpgIMG_9047.jpgIMG_9049.jpg
Der einzige Unterschied ist, dass hier jede Kirche und jedes wichtige Gebäude vorher einmal ein Inka Tempel oder Palast war und die Spanier Ihre Gebäude direkt auf deren Grundmauern gesetzt haben.
90_IMG_9038.jpgIMG_9039.jpg
Um einen ersten Eindruck zu bekommen haben wir diesmal eine 3 Stündige Stadtführung mitgemacht. Außerdem haben wir uns ein "Boleto Turistico" gekauft, um die verschiedenen Sehenswürdigkeiten von Cusco und im Heiligen Tal zu besichtigen. Hier langen die Peruaner jedoch ordentlich hin und verlangen über 40€ Eintrittsgelder. Will man dann noch die Katedrale von Cusco besichtigen zahlt man nochmals 18€ extra, weshalb wir hierauf verzichtet haben. Dafür konnten wir vom Zentrum zu Fuß zu einer der ersten großen Inka Ruinen "Sacsayhuaman" - oder wie in unserem Reisefürer so schön geschrieben "Sexy Woman" - laufen. Es ist wirklich beeindruckend welche Fähigkeiten die Inkas bei der Konstruktion Ihrer Gebäude hatten und mit welcher Genauigkeit und Präzision die Steine aufeinandergesetzt sind. So sind immer alle Wände der Gebäude nach innen geneigt, stützen sich so gegenseitig und sind damit gegen Erdbeben geschützt.
P1050331.jpgIMG_9067.jpgIMG_9072.jpgIMG_9111.jpg
Ansonsten haben wir Cusco sehr entspannt erlebt. Wir hatten ein echt nettes Hostel "Pan...tastico", das sich Bed&Bakery nannte und tatsächlich diente die Küche im Erdgeschoss als Backstube für ein paar Läden in der Stadt. Für uns hatte das den Vorteil, dass wir jeden Morgen vom Duft frischer Brötchen geweckt wurden und das wohl leckerste Frühstück Cuscos bekamen! Im Hostel haben wir auch ein sehr nettes australisches Pärchen kennengelernt. Sie waren bereits seit 14 Monaten unterwegs und praktischerweise von Nord nach Süd ab Mexiko, also in genau gegengesetzter Richtung zu uns. So konnten wir uns gegenseitig viele Tips geben, die die Reiseplanung erleichtern und den ein oder anderen Geheimtip geben. Unter anderem haben uns die beiden einen Weg empfohlen, wie wir nach Machu Picchu - der legendären Inka Festung - wandern können (ohne eine Tour zu buchen) und gleichzeitig noch einen speziellen Blick auf die Ruinen aus der Ferne erhaschen. Als Tim dann noch erwähnte, dass auf dem Weg eine Kaffee Finca liegt auf der man übernachten kann war der Plan klar! Auch Machu Picchu ist eine kostspielige Angelegenheit. Der Eintritt liegt auch hier bei über 40€, allerdings ist das eigentliche Problem, dass die Stadt "Aguas Calientes" von der man startet, nur mit dem Zug erreichbar ist. Für diesen zahlt man dann nochmal 60€ einfache Strecke für 1,5 Stunden Fahrt. Deshalb hat sich neben den Gleisen auch schon ein Wanderweg gebildet, den alle Einheimischen und Rucksackreisenden nutzen, um sich das Geld zu sparen. Wir haben uns entschieden wenigstens eine Strecke beim Hin zu laufen und "nur" auf dem Rückweg uns den Luxus eines Zuges zu gönnen.
Von Cusco sind wir auf unsere Tour durch das heilige Tal Richtung Machu Picchu gestartet. Im "Valle Sagrado" entlang dem Fluß "Urubamba" kann man schon viele beeindruckende Ruinen der Inkas besichtigen. Hierfür haben wir uns 3 Tage Zeit genommen und unser erster Stop war Pisac. Von dem kleinen Dorf am Anfang des Urubamba Tals kann man hoch hinauf zu sehr gut erhaltenen Ruinen wandern. Da wir früh in Cusco gestartet sind hatten wir hier das Glück komplett allein zu sein und alles in aller Ruhe besichtigen zu können.
IMG_9079.jpg90_IMG_9088.jpg90_IMG_9101.jpgIMG_9102.jpg
Von dort ging es weiter in die Kleinstadt Urubamba, wo wir die Nacht verbrachten. Am nächsten Morgen ging es dann früh zu den Terassen von Moray. Hier handelt es sich nicht etwa, wie man auf den ersten Blick meinen könnte um ein Amphie Theater, sondern um das "Agrikulturelle Experimentier Zentrum" der Inkas. Es ist wirklich Wahnsinn was die Inkas schon alles hatten...jede der Terassen weist ein unterschiedliches Mikroklima auf und so probierten die Inkas die verschiedensten Pflanzen und deren Eigenschaften in verschiedenen Vegetationszonen aus. Hier wurden wohl viele der Heute über 3000 verschiedenen Kartoffelsorten Perus gezüchtet und gekreuzt!
P1050340.jpg90_P1050345.jpgIMG_9121.jpg
Direkt in der Nähe liegen auch die Salzterassen von Maras, die seit vielen tausend Jahren und bis Heute unverändert in Betrieb sind und feines Salz produzieren.
P1050351.jpg270_P1050354.jpg90_P1050363.jpgIMG_9151.jpg
Von Urumbamba machten wir uns dann auf den Weg zu der Kaffee Finka in dem Dorf Lucmabamba und dem Beginn der Wanderung nach Macchu Picchu. Was uns die Australier jedoch nicht gesagt hatten, dass sich der Weg unglaublich zieht, man 3 mal das Gefährt wechseln muss und die Strecke am Ende abenteuerlich die steilen Hänge entlang in den Dschungel führt. Letztenendes sind wir aber heil angekommen und wurden dann schon von dem Kaffeebauern und der Familie erwartet. Nach einem leckeren, über dem Feuer gekochten Abendessen wurden wir gleich in die Kaffeekultur des Tales eingeweiht. Ebenfalls über dem Feuer durften wir dann frischen Kaffee rösten und diesen später fein malen. Gleich zwei Päckchen haben wir am nächsten Tag davon mitgenommen, um die Kaffee Versorgung die nächsten Wochen bis Kolumbien zu sichern. Natürlich gab es den ganzen Abend auch nur Kafffee zu trinken. Herrlich!
90_P1050393.jpg90_P1050384.jpgP1050403.jpg90_P1050420.jpg90_P1050421.jpg
Abends war es für eine Tour durch die Plantage jedoch zu spät, so dass wir dies am nächsten Morgen nachholten. Die Kaffeebauern sind in dem Tal in einer Genossenschaft organisiert und produzieren ausschließlich hochwertigen Öko Kaffee, kontrolliert durch das Deutsche "Naturland" Zertifikat. Echt lecker!
90_IMG_9169.jpg90_IMG_9178.jpg
Von dort ging es dann über einen alten Inka Weg hoch hinauf in die Berge zu der Inka Ruine "Llactapata". Nach 3 Stunden Quälerei erreichten wir den Gipfel und konnten vor den Ruinen einen einmaligen Blick auf Machu Picchu genießen!
P1050441.jpgIMG_9188.jpgIMG_9195.jpgP1050450.jpgIMG_9199.jpgIMG_9217.jpg
Nach dem anstrengenden Abstieg folgten wir noch 3 Stunden den Schienen bis nach Aguas Calientes, das wir erschöpft am Abend erreichten.
P1050458.jpg90_P1050462.jpg
Nach einer kurzen Nacht hieß es bereits um halb 5 weider aufstehen, um noch vor den großen Touristenmassen bei Machu Picchu zu sein. Schon als der Wecker klingelte ahnten wir nichts Gutes, denn es schüttete in Strömen...trotzdem entschlossen wir uns zu starten und hofften auf Besserung im Laufe des Morgens. Allerdings sah es als wir oben bei den Ruinen ankamen wirklich nicht schön aus! Man konnte kaum etwas sehen und schon nach kurzer Zeit waren wir klitsch naß und uns wurde ordentlich kalt. Viele haben uns erzählt wie beeindruckend alles sei und von diesem großen WOW-Effekt, aber irgendwie war das bei uns anders. Nach der ersten Besichtigungsrunde war erstmal aufwärmen bei einer heißen Tasse Kafffee angesagt!
P1050511.jpg90_P1050475.jpgP1050481.jpg
Ganz so schlimm sollte es allerdings nicht bleiben. Für 11 Uhr hatten wir Tickets für den Aussichtsberg "Wayna Picchu", auf dem auch Ruinen sind und von wo aus man einen einmaligen Blick auf Macchu Picchu hat. Von dort kann man auch erkennen, dass die Ruinen in der Form eines Kondors errichtet wurden - dem heiligen Vogel der Inkas. Genau zu dieser Zeit öffnete sich der Himmel für eine gute Stunde und so konnten wir doch noch die Ruinen in Ihrer vollen Pracht genießen!
P1050525.jpgIMG_9285.jpgP1050534.jpgIMG_9314.jpgIMG_9299.jpg
Zurück ging es dann mit dem schönen Zügle mit Aussichtsfenstern durch das Tal, vorbei an den steilen, bis zu 5000 Meter hohen Bergen nach Ollantaytambo.
P1050544.jpgP1050541.jpg
Hier haben wir nochmal eine Nacht in einem netten Hostel verbracht, lecker traditionell Peruanisch Abend gegessen und uns am nächsten Tag die Ruinen angeschaut.
IMG_9317.jpg90_IMG_9325.jpg90_P1050548.jpgIMG_9349.jpg
Nach einer Woche Ruinen und Steine anschauen war es für uns dann aber auch genug und wir fuhren zurück nach Cusco. In Cusco wartete für den letzten Abend noch eine Überraschung auf uns. Die Stadt war bei unserer Ankunft fein herausgeputzt, die Balkone geschmückt und auf dem Plaza versammelte sich ganz Cusco, um den Segen des Stadtheiligen "Senor de los Templores" zu empfangen. Der Platz war mit weit über 100.000 Menschen gefüllt, die als der Altar auf dem Vorplatz der Kathetrale präsentiert wurde nieder knieten und teils zu weinen begannen. Gänsehaut pur!
IMG_9357.jpgIMG_9384.jpgIMG_9393.jpgIMG_9394.jpg90_IMG_9359.jpg
Eigentlich hatten wir ja den Plan vom südlichsten Zipfel Südamerikas bis zumindest Kolumbien alles per Bus und Schiff zurückzulegen. Da haben uns allerdings die Minenarbeiter einen Strich durch die Rechnung gemacht...In vielen Teilen Boliviens und Perus streiken in Moment die Minenarbeiter, was zu Straßensperren und teilweise auch zu gewaltvollen Auseinandersetzungen geführt hat. Von anderen Backpackern haben wir die wildesten Geschichten gehört und auch dass es im Süden Perus teilweise zu Tagelangen Blockaden der Straßen kommt und bereits viele Reisende dort stecken geblieben sind. Wir haben uns daher entschlossen den direkten Flug nach Lima zu nehmen, um dem Chaos aus dem Weg zu gehen.
In Lima hatten wir wieder das Glück einen Freund besuchen zu können. Christoph, ein ehemaliger Arbeitskollege von mir (Philipp) bei Melitta ist im Februar nach Lima ausgewandert und hat uns für die Woche in seiner Wohnung empfangen. Nach dem ganzen Touri-Programm der Wochen zuvor war es eine echte Erholung mal wieder in einer normalen Wohnung zu sein. Wir ließen es entsprechend ruhig angehen...Lima gilt als kulinarische Hauptstadt Südamerikas und so schlemmten wir uns durch verschiedenste Restaurants, aßen das beste Ceviche (roher Fisch in Limettensoße und Chili) der Welt und eine Spezialitaet auf Limas Strassen - gegrillte Rinderherzen am Spiess!
P1050593.jpgP1050595.jpg90_P1050605.jpgP1050581.jpgP1050582.jpgP1050586.jpg
An einem Tag sind wir dann auf den groesten und bekanntesten Markt des Landes gegangen, den Mercado No. 1. Mit den dort erstandenen Zutaten haben wir dann einen Abend in 6 Stunden 3 verschiedene typisch Peruanische Gerichte gekocht! Von "Causa" (gefuellte Kartoffelpastete), ueber "Lomo Saltado" (Fleisch mit Zwiebeln und Kartoffeln) bis zum Nationalgericht "Aji de Gallina" (gekochtes Huehnerfleisch in einer Chili Sosse)...Que rico!
P1050587.jpgP1050589.jpg90_P1050608.jpgP1050609.jpg90_P1050613.jpgP1050618.jpg90_P1050624.jpg90_P1050626.jpg
Christoph hat uns auch in die hohe Kunst des Pisco Genusses eingeführt. Das Peruanische Nationalgetränk Pisco, ein Trauben Schnaps, wird in den verschiedensten Cocktails und Varianten getrunken. Der Klassiker ist natürlich der "Pisco Sour" und den angeblich besten Pisco Sour der Welt gibt es im Grand Hotel Bolivar in Lima. Diesen haben wir uns logischerweise nicht entgehen lassen :-)
P1050565.jpgP1050573.jpgP1050564.jpg
Christoph's Spezialität des Hauses war der "Chilcano" mit Pisco und Ginger Ale, auch nicht zu verachten ;-)
P1050630.jpg
Am Wochenende haben wir dann Freunde von Christoph am Strand besucht. Diese hatten ihr Zeltlager direkt am Meer aufgeschlagen. Mittags gab es zur Unterhaltung ein kleines Stiertreiben, an dem die Jungs der Gruppe mitgemacht haben und am Abend eine große Fiesta am Strand inklusive 20 Mann Live Band. Ein rießen Spaß!
P1050634.jpgP1050638.jpgP1050645.jpgP1050655.jpg90_P1050667.jpg90_P1050668.jpg
Wir haben die Tage in Lima sehr genossen und können nur nochmal Danke an unseren super Gastgeber sagen!

Von Lima aus haben wir auch die nächsten Stops unserer Reise geplant. Irgendwie hatten wir keine große Lust mehr auf Berge und so entschlossen wir uns etwas schneller Richtung Ecuador zu reisen. Die letzten beiden Tage saßen wir deshalb über 30 Stunden im Bus...mittlerweile sind wir in Cuenca in Ecuador angekommen. Von hier geht es dann am Samstag nach Guayaquil und am Sonntag startet unser Flieger auf die Galapagos Inseln!!! Wir haben uns eine 8 tägige Kreuzfahrt durch diese faszinierende Inselwelt gebucht und freuen uns auf viele Tiere über und unter Wasser :-)

Eingestellt von PhilippSissa 15:32 Archiviert in Peru Kommentare (0)

(Einträge 1 - 10 von 23) Seite [1] 2 3 »